Kolumne

Die beste Zeit beginnt jetzt!

Es war einmal...

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Geburtstag Trucker-Style

Ein Tag wie jeder andere und doch ein besonderer Tag: Wir haben Geburtstag. Jepp: Wir! Beide am gleichen Tag. Ja, mussten wir lange für suchen. :-) Und weil große Parties zu schmeißen nicht unser Ding ist,  feiern wir traditionell in kleinstmöglicher Runde und am liebsten im Ausland. Diesmal sind wir in Belgien. Traditionell haben wir für unseren besonderen Tag einen besonderen Plan und beinahe ebenso traditionell durchkreuzt das Schicksal unsere Pläne.

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Ein Wüstenschiff im bayerischen Winter

Einen deutschen Winter in unserem Reisemobil zu verbringen, war keine ganz freiwillige aber eine durchaus interessante Erfahrung. Jetzt ist der Frühling da (oder zumindest war er kurz da) und astronomisch, meteorologisch und kalendarisch sind wir aus dem Gröbsten raus. Die kälteste Zeit des Jahres ist vorbei und wir haben sie überlebt!

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Aus dem Leben eines Sportfotografen

Meine Begeisterung für Sportfotografie enteckte ich rein zufällig als ich an einem Motocross-Event vorbeikam und mir dachte: probierste mal, schad' ja nix. Wider Erwarten gelangen mir einige actionreiche Aufnahmen, die sofort die Sucht nach Mehr auslösten. Dieses Mehr finde ich immer wieder im Straßenradsport. Ich bin selber liebend gerne mit dem Rad unterwegs und interessiere mich für den Radprofi-Zirkus wie andere sich für König Fußball interessieren. Nirgendwo sonst komme ich den Berufssportlern als Fotograf so einfach so nahe wie im Straßenradsport. Und nirgendwo sonst trage ich mit dieser Nähe gleichzeitig auch große Verantwortung für die Sicherheit der Fahrer. Straßenradsport findet auf öffentlichen Straßen statt und als Zuschauer und Fotograf ist man an der Strecke oft nicht weiter als eine Armeslänge vom Geschehen entfernt. Als Fotograf mit professionellem Anspruch und einiger Erfahrung auf dem Rad schätze ich Kurvenlinie und Geschwindigkeiten der Profis so ein, dass ich nicht im Weg stehe und auch nicht mit einem langen Teleobjektiv im Aktionsbereich der Fahrer herumfuchtele. Das Rennen und die Sicherheit der Akteure (und meine eigene) sind mir immer wichtiger als das Bild.

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Vom Glück, im richtigen Moment Pech zu haben

In Oschi zu leben, macht einen Haufen Spaß. Nur selten verschwenden wir einen Gedanken daran, dass damit auch Risiken verbunden sind, schließlich ist der Truck versichert und wird gut gepflegt. Manchmal jedoch holt einen die Erkenntnis, alles auf die Karte mobiles Leben gesetzt zu haben, unsanft ein. Zum Beispiel kurz vor Weihnachten, als ich nur unter großer Mühe einen Crash in einer Massenkollision auf der Autobahn vermeiden kann. Dann drängt die Frage ins Bewusstsein: Was, wenn wir Oschi verlieren? Zumindest hätte die Tütenkackerei dann vorerst ein Ende :-)

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100 Tage, 100 Orte

Ich bin ein Herumtreiber geworden, ein Landstreicher - einer, der durch die Lande streicht. Und was soll ich sagen, ich finde das gut so!  Mi übrigens auch.

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Die ersten 30 Tage

Die Nachricht, dass wir jetzt Vollzeit, quasi ohne Netz und doppelten Boden, im Auto leben, spricht sich herum. Ich staune, von wie vielen Seiten Mi und ich darauf angesprochen werden. Ich staune noch mehr, wie offen und positiv dieser ungewöhnliche Schritt allseits aufgenommen wird. Selbst die alteingesessene Nachbarschaft rund um unseren Schrauber-Stammplatz (zu dem wir immer wieder für ein paar Tage zurückkehren) äußerst sich ermutigend. Ja wo bleiben denn die Leute, die mich für asozial halten, weil ich jetzt im Auto lebe? Ich dachte, wir wären wild und rebellisch, stattdessen finden wir  Zuspruch selbst bei stockkonservativen Gruppen. 

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Liebe ist...

Gegensätze ziehen sich an und Gemeinsamkeiten verbinden. Wenn die Chemie stimmt, setzt sich das Glück einer harmonischen Beziehung auch im harten Schrauberalltag fort. Ein Beispiel :-)
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"Sei kein Arsch!"

"Sei kein Arsch!" - Diesen schönen Vorsatz habe ich gerade erst gelesen. Ich hätte ihn gern für mich in Anspruch genommen, doch schon kurze Zeit später stelle ich fest: Das ist gar nicht so einfach. Denn während ich durchs Leben wandle und mit der Welt um mich herum interagiere, weckt mein Handeln bei anderen Menschen Erwartungen. Und wie das mit den Erwartungen der anderen manchmal so ist, vielleicht wollte ich sie gar nicht wecken, vielleicht kann (oder will) ich sie gar nicht erfüllen.
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Ich lenke, also bin ich

Es gab eine Zeit, da hielt ich Reisen für reine Geldverschwendung. Was hätte ich nach einer Reise denn in der Hand? "Erinnerungen, Erlebnisse, Erfahrungen", wurde mir gesagt. Toll, und was greifbares? "..." Aha. Das schien mir doch ein schlechter Tausch zu sein gegen die schwer verdiente Knete. Ich dachte mehr an Hifi-Bausteine oder Bücher oder Spoiler und Sportsitze für mein Auto. Ich dachte an Dinge, die mir erhalten blieben, auch wenn der Urlaub längst vorbei wäre.
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Alles bleibt anders

Es ist keine ganz neue Erkenntnis, sondern nur eine, die uns wieder einholt: Gegenüber dem Leben auf Achse ist das Leben in einer festen Wohnung unglaublich zeitraubend und teuer. Manch treuer Leser mag es in diesen Zeilen schon erkannt haben, uns selbst wurde es erst in den letzten Wochen so richtig klar. Anstatt den Kreis unserer Möglichkeiten mit der Düsseldorfer Stadtwohnung zu erweitern, so wie wir uns das nach Afrika vorgestellt hatten, haben sich die Möglichkeiten nur verschoben. Weg vom mobilen naturverbundenen Leben, hin zum Stadtleben. Nicht wirklich das, was wir wollten.

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Wunsch und Wirklichkeit

Hillesheim in der Vulkaneifel
Hillesheim in der Vulkaneifel

Seit wir nach Düsseldorf zurückkehrten ist eine Menge passiert: Die Wohnung ist eingerichtet, die Arbeit wieder aufgenommen, ein beruflicher Neustart auf die Bahn gebracht, eine geplante Fortbildung begonnen. Die ersten Schritte in die berufliche Selbständigkeit sind gemacht, viele weitere müssen jetzt folgen. Gut Ding braucht Zeit. Und auch im Hobby-Radsport, der mir auf der Winterreise so oft fehlte, waren mir zwei erfolgreiche Marathon-Teilnahmen vergönnt. Läuft!

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Der Deutsche an sich

Wer sich außerhalb vertrauter Grenzen, außerhalb Deutschlands oder sogar außerhalb Europas bewegt, lernt nicht nur neue Menschen in fremden Umgebungen kennen. Zwangsläufig erfahren die neu gewonnenen Bekanntschaften dabei auch einiges über einen selbst. In meinem Fall trage ich dazu bei, was man anderenorts über den Deutschen und seine Eigenheiten denkt. Wer mit offenem Herz und wachem Verstand reist beginnt im Gegenzug, sich durch die Augen anderer wahrzunehmen. Diesen Abgleich des Selbstbildes (das Bild, das ein jeder von sich selbst hat) mit dem Fremdbild (das Bild, das man in den Augen anderer abgibt) nennt man Selbstreflexion und ist eine der spannendsten und lohnenswertesten Geistesübungen, übrigens nicht nur auf Reisen.

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Alte Männer und Sport

Dass ich mich das letzte Mal mit dem Rennrad unfreiwillig abgelegt habe, ist weit über zehn Jahre her. Da muss ich wohl der Auffassung gewesen sein, diese Erfahrung bedürfe einer gründlichen Auffrischung.

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Hör auf die Stimme

"Hör auf die Stimme, hör was sie sagt,

sie war immer da, komm' hör auf ihren Rat.

Hör auf die Stimme, sie macht dich stark,

sie will dass du's schaffst, also hör was sie Dir sagt."

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Geld und Reisen

Haus, Eigentumswohnung, PKW, teure Freizeitgestaltung, Armbanduhr, Hugo Boss Anzug, wöchentliche Restaurant-/Kino-/Kneipenbesuche, Expeditionsmobil, Langzeitreise - Immer wieder taucht die Frage auf, wie wir das alles eigentlich finanzieren? Die naheliegendste Erklärung dafür kann praktisch nur (unverdienter) Reichtum sein, bspw. durch eine Erbschaft oder einen Lottogewinn. Das stimmt! Könnten wir uns die Langzeitreisen zusätzlich zum üblichen Lebensstandard und Schicki-Micki-Lifestyle leisten, wären wir wirklich reich. Können wir aber nicht.

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Am Ende ist immer Schluss

"Nä, wat wor dat dann fröher en superjeile Zick,

mit Träne in d'r Auge loor ich manchmol zurück"

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Und dann

Und dann sitze ich im Büro, schaue nach draußen und die Gedanken schweifen ab. 

Und ich denke an die eingestaubte Kameraausrüstung, mit der ich gerne in fremden Ländern auf Entdeckungstour gehen möchte. 

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Kein größer Leid

Du wachst morgens auf und die Welt ist schön. Vögel zwitschern und die Sonne schickt goldene Strahlen. Du packst Deine Sachen, freust Dich auf den Tag. Pläne sind geschmiedet. Vielleicht fährst Du bald weg, besuchst Deine Lieben, wirst gute Freunde treffen. Freudig machst Du Dich auf den Weg in Deinen Tag.

Nur wenige Stunden später ist dies nicht mehr Deine Welt. Völlig unerwartet passiert eine schreckliche Tragödie. Eine unglückliche Entscheidung, ein dummer Zufall, eine Verkettung unberechenbarer Umstände oder menschliches Versagen und die Welt, wie Du sie kennst, implodiert. Die Gegenwart liegt in Scherben. Den Boden unter den Füßen entzogen schwebst Du haltlos im Nichts. Deine Pläne haben ihren Sinn verloren, nichts weißt Du jetzt mehr mit ihnen anzufangen.

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Die (10) größten Irrtümer

Die Bestenliste der größten Irrtümer beim Bau eines Expeditionsmobils:

  1. Was kann das schon kosten?

  2. Wie lange kann das schon dauern?

  3. Das hält auf jeden Fall.

  4. Der geht unter 7,5 Tonnen.

  5. Der braucht allerhöchstens 25 Liter.

  6. Das ist dicht.

  7. Da hat der TÜV nichts dagegen.

  8. Das passt schon.

  9. Was soll da schief gehen?

  10. Das macht man einmal richtig und dann hat man Ruhe.

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Wir sind Marke!

Ich weiß noch, wie das alles begann mit dem Bloggen. Wie seinerzeit ein guter Freund von unserem LKW-Projekt erfuhr und mich beschwor, den Umbau zu dokumentieren. Oh, ich wusste was eine Umbaudokumentation ist; nächtelang hatte ich zahllose Internetdokumentationen durchgelesen. Aber dokumentieren, ich? Bilder machen, Texte schreiben? Ich konnte mir nicht vorstellen, neben der Schrauberei ein Tagebuch zu führen geschweige denn sogar noch ansprechend zu gestalten. Die Idee verdrängte ich so schnell wie sie entstanden war. Doch wie das so ist mit guten Ideen, sind sie einmal geäußert, dann setzen sie sich durch und nehmen wie von selbst Gestalt an. Eines Tages formulierte ich ein paar Sätze im Kopf, schrieb sie auf, stellte sie um, feilte hier und da an Formulierungen und da war er dann: Umbaubericht Nummer 1.

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Für Ihr Alter...

Kommt ein Hypochonder zum Arzt...

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Das kann man so tragen

Es begab sich vor einiger Zeit, dass mir der Wunsch nach einer anderen, leichteren Brille gewahr wurde. Das alte Stahlgestell war der Nase schon immer zu schwer; ich trug es nur, wenn es gar nicht anders ging. Auch erachtete ich eine Anpassung an meine Sehstärke für nötig. Optiker oder Discounter - wem wollte ich meine Wirtschaftskraft zu Teil werden lassen? Ich entschied mich für eine entlegene Filiale einer bundesweiten Kette, deren krasse Preise meine Neugier weckten. Es war die Zeit, in der Geiz noch Geil war.

Nach langem Anprobieren, Verhandeln und Anpassen blieb vom einstmals günstigen Lockvogelpreis nicht viel übrig. Krass, dachte ich mir. Dafür nannte ich ein federleichtes, oschigrünes(!) Brillengestell mit  Kunststoff-Gläsern mein Eigen. Stolz trug ich meine moderne rahmenlose Brille von dannen. Doch kaum zu Hause angekommen, lockerte sich das rechte Brillenglas am metallischen Nasenbügel. Aufgrund der Entfernung fristete der Neuerwerb solange ein Schattendasein, bis ich irgendwann den Mangel vor Ort reklamierte.

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The Travelling Salesman

Der Begriff "Travelling Salesman" beschreibt in der wirtschaftsmathematischen Disziplin ein klassisches lineares Optimierungsproblem. Dabei sei einem reisenden Vertreter die Aufgabe gestellt, eine Anzahl geographisch verstreuter Orte so aufzusuchen, dass jeder Ort besucht und die Wegstrecke insgesamt minimiert wird.

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Das Pechtagebuch

Manchmal - nein, in Wahrheit: meistens - ähnelt mein Tun und Handeln dem Protagonisten einer Slapstick-Komödie. Ich bin die Personifikation von Ungeschicktheit: Schnell, schnell, lass mich, ich kann das ... Ups. Für Außenstehende ist das sehr unterhaltsam. Und weil dies ein Unterhaltungsangebot ist, präsentiere ich hiermit mein Pechtagebuch. Ein Tagebuch über Pleiten, Pech und Pannen, Missgeschicke und Absurditäten. Über den Unterschied von Theorie und Praxis. Darüber, dass gut gemeint oft das Gegenteil von gut gemacht ist. Und darüber, dass ein guter Plan nicht zwingend zum Erfolg führen muss. Denn: Shit happens!

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Reiseblues

Die letzten Tage unserer Reise verbrachten wir in der Nähe des Fähranlegers. Seit längerem schon waren die Tage wieder kürzer und kälter geworden. Wir hatten alles gesehen und waren mit Eindrücken übersättigt. Für noch eine größere Tour fehlte es am Reiz des Neuen. Stattdessen wollten wir nach der langen Abwesenheit unsere Verwandten und Freunde wiedersehen und wissen, was sich zu Hause alles verändert hatte. Außerdem freuten wir uns nach den Monaten des wilden einfachen Nomadenlebens mit den vielen Kompromissen des provisorischen Innenausbaus irgendwie auch auf unser Zuhause mit eigener Waschmaschine und Spülmaschine.

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Über das Reisen

video mundum - ich sehe die Welt
video mundum - ich sehe die Welt

Etwas treibt mich immer wieder an, meine gewohnte Umgebung zu verlassen, mein gemütliches Zuhause, die vertrauten Menschen, mein ritualisiertes Leben. Mich locken fremde Länder mit fremden Regeln und einer Sprache, die ich nicht verstehe. Ich will hinaus, will mir meinen Weg aufs Neue suchen.

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Der Zweit-Pass

Ich hatte meinen Reisepass in einem Leihwagen liegen lassen (m.a.W. verbummelt, Anm. d. Red.) und er ließ sich nicht mehr auftreiben, also beantragte ich einen neuen. Nach einiger Zeit erhielt ich zwei Briefe. Der erste informierte mich darüber, dass mein verbummelter alter Pass aufgefunden worden und abholbar wäre. Der zweite bat mich, den neu beantragten Reisepass abzuholen. 

Tolle Sache dachte ich mir, denn für gewisse Reisen benötigt man mehrere Pässe, z.B. für die Visa-Beantragung während einer Weltreise oder für die Einreise in miteinander verfeindeter Staaten. Für diese Zwecke erlaubt das Passgesetz explizit mehrere Pässe. Frohen Mutes suche ich also in unserem kleinen Dorf das Bürgerbüro auf, vergesse in der Freude jedoch die Abholbenachrichtigung.

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Mit Ihnen kann man ja nicht reden!

Seit über sechs Jahren wohnen wir in unserer kleinen Sackgasse, viel Kontakt zu den Nachbarn haben wir nicht. Dafür scheinen wir umso mehr Aufmerksamkeit von Ihnen zu bekommen.

Es begab sich bei der Heimkehr aus dem Schottlandurlaub, dass ich den gemieteten Lieferwagen ausräumen musste, um ihn der Leihfirma zurückzugeben. Aus ein paar Latten hatten wir ein provisorisches Holzpodest in den Laderaum gebaut, aus welchem ich nun die Schrauben wieder herausdrehte. Es war zwar Sonntagmittag, aber wir wohnen in der Einflugschneise des Düsseldorfer Flughafens. Alle paar Minuten donnert ein Flieger mit ohrenbetäubendem Lärm über unsere Straße hinweg. Über eine ungebührliche Lärmbelästigung der Nachbarn machte ich mir folglich keinen Kopf.

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