Beachte den Haftungsausschluss!

Gasversorgung

Gas (bzw. LPG) war von Beginn an unser bevorzugter Energielieferant, obwohl es nicht überall erhältlich ist und mit dem falschen Gemisch bei Kälte Leistungseinbußen bestehen. Gas ist eine saubere Sache, denn es verbrennt unter allen mit dem Expeditionsmobil erreichbaren atmosphärischen Bedingungen geruchs- und geräuschlos. Gas erfüllt zudem die Voraussetzungen für unsere Wunschküche und -Heizung. Der einzige Nachteil von Gas gegenüber Diesel ist, dass Gas (bzw. LPG) nicht an jeder Tankstelle erhältlich ist. Dafür lässt sich jedoch mit einem festen Gastank vorbeugen. Solche Gastanks werden für Wohnmobile mit einer Kapazität von bis zu 195 Liter bzw. 78 Kilogramm gebaut (entspricht sieben Stück 11 Kilogramm Flaschen). Vorbehalte gegenüber einer Vergiftung oder Explosionsgefahr durch ein Leck hatten wir nicht. Auch Diesel ist giftig und unter hohem Druck sogar selbstendzündlich. Vor einem unbemerkten Gasverlust warnt ein elektrisches Warngerät im Gaskasten.

Mit einer Zwei-Flaschen-Anlage mit automatischer Umschaltung mussten wir uns nach dem Anschluss von zwei 11 Kilogramm Flaschen zwischen vier und sechs Wochen keinen Kopf mehr um Heizen, Kochen und Backen machen. Die Flaschen befanden sich nach Bauphase I in einem außenliegenden Staukasten, der maximal drei 11 Kilogramm Gasflaschen und eine 5 Kilogramm Gasflasche aufnehmen konnte. Der Wechsel der Flaschen war eine mühsame und  - aufgrund der Zwangsentlüftung, durch die der Pistenstaub eindrang - auch eine schmutzige Arbeit.

In Bauphase II entfiel der Gaskasten deshalb zugunsten einer innenliegenden Lösung. Im Schrank vorne links befindet sich unten ein von innen schlecht zugänglicher ("toter") Raum, den ein Gastank mit 105 Liter bzw. 42 Kilogramm Kapazität einnimmt. Der Außenbetankungsanschluss ist durch die Bodenplatte geführt. Der Raum um die Tankarmaturen ist mit einem gasdichten Edelstahlkasten zum Wohnraum abgedichtet. Durch den Kabinenboden führt eine Zwangsentlüftung. Einen etwaigen Engpass in der Gasversorgung überbrücken wir mit einer Reserve-Gasflasche im Heckstauraum an einem eigenem Regleranschluss. Einmal angeschlossen und aufgetankt sind wir mit einer Gesamtkapazität von über 50 Kilogramm Gas für mehrere Monate Winterbetrieb ohne Nachfüllmöglichkeit gut gerüstet.

Ausrüstung

  • 105 Liter bzw. 42 Kilogramm Gastank mit Außenbetankungsanschluss
  • Flaschenhalter und -Anschluss für 11 Kilogramm Reserveflasche im Heckstauraum
  • elektrischer Gaswarner