Bauphase I: 2014/KW13

Der Countdown beginnt:

T-40

Mit einem Streifen 15 Millimeter Siebdruck verlängere ich die Rückwand auf das benötigte Maß.

An den freien Enden hinten laufen die Seitenwände mit 15 Millimeter Untermaß leicht zusammen. Ich stemme sie mit einem Balken auf. Mohamed, der stärkste Mann der Welt, hilft mir wieder (und wieder), die Rückwand ans Dach zu hängen. Mit ein paar Schraubzwingen und einem Spanngurt zwinge ich das offene Ende der Box und die Rückwand in einen rechten Winkel und lege die Verschraubung fest. Dann hängen wir die Rückwand wieder ab und ich bringe schwarze Klebepampe auf. Mohamed, der stärkste Mann der Welt, hilft mir wieder, ... (siehe oben). Wieder die Zwingen, Schrauben, ... dran!

T-39

Bei der Heckschräge treffen drei unterschiedlich dicke Wände aufeinander. Die Planung dazu war fehlerträchtig. Ich musste viel um die Ecke denken und das ist eigentlich nix für mich. Für die Innenwand fehlt noch eine ausreichend große Multiplex-Platte in 21 Millimeter Stärke.

Zunächst arbeite ich die Gehrung an der Bodenplatte nach. Seinerzeit hatten wir nur von einer Seite aus gesägt, daher steht noch eine kleine Ecke ab. Dann verzweifle ich stundenlang an der Passung der Heckschräge. Ich schleife, säge und schimpfe ... aber sie will einfach nicht. Die Schlacht ist verloren, aber der Krieg noch nicht.

T-38

Nach weiteren fünf Stunden an der Heckschräge habe ich den Kampf um die Heckschräge gewonnen! Sie war die zweite angefertigte Wand, aber ich baute sie praktisch nochmals neu:

Von den vier zu Beginn des Kabinenbaus geplanten Nuten mit Fremdfedern realisierte ich schließlich keine, zu individuell musste die Passung an den Schrägen ausgearbeitet werden. Die Details spotten jeder Beschreibung, daher versuche ich erst gar nicht, sie zu dokumentieren. Nur ein gut gemeinter Rat: Lass solche Schrägen bleiben.

T-37

Die Stauraumklappen wollten ausgesägt werden. Erst baue ich mühsam eine Box zusammen, dann schneide ich wieder überall Löcher rein. Irgendwie seltsam...

Alle Ausschnitte für die Fenster, Türen und Klappen sind nachzufräsen. Das war tatsächlich so beabsichtigt. In der Planung erschien es mir sinnvoll. Nachdem ich stundenlang die Oberfräse zum Glühen brachte, dann nicht mehr so... Mit gebastelten Anschlagleisten, die ich mit je drei Schräubchen in Position brachte, liess sich ganz gut in der Vertikalen fräsen. Klarer Vorteil einer Holzkabine: Wenn Du irgendwann irgendetwas irgendwo befestigen willst, drehst Du einfach eine Schraube rein.

T-36

Heute schaffe ich nur ein Paket Styrodur von zu Hause in die Werkstatt, dann feiern wir überglücklich diesen Tag, an dem für uns Ostern, Weihnachten und Geburtstag zusammenfallen: Heute war der letzte Arbeitstag vor der nun anstehenden halbjährigen Auszeit!

T-35

Morgens näht Mi das Lenkrad fertig. Ich meine, bisher das schönste Teil an Oschi. Und jedesmal wenn Mann es in die Hand nimmt, freut Mann sich.

Ein bisschen muss noch gefräst werden, das meiste von außen, die Durchstiegtür aber von innen.

Die Box ist im Rohbau soweit komplett und ich fange an, Styrodur zu schneiden. Und schneide. Und schneide.

T-34

Und schneide... Währendessen klebt Mi. Und klebt. Und klebt...

Weil ich aufgrund meiner negativen Erfahrungen mit PU Kleber Zweifel an der Verklebung der Außenverschalung verspürte, machte ich einen Klebetest mit meinem neuen Lieblingskleber MS Polymer und einem Reststück einer Siebdruckplatte. Das Ergebnis: Der Polymerkleber hält ohne besondere Vorbereitung sowohl an der glatten wie auch an der rauen Seite der Siebdruckplatte wie die Sau. Die beiden Teile sind von Hand nicht mehr zu trennen.

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