Bauphase I: 2014/KW11

Der aktuelle Wochenbericht fängt mal nicht mit Schrauben an, denn...

Montag

...genehmigte ich mir eine Ruhepause.

Dienstag

...schnitt ich einige verzinkte "Schutz"bleche für den Unterboden der Kabine aus: zwei 70 x 70 Zentimeter große Bleche als Radabdeckung und drei längere 10 Zentimeter breite Blechstreifen als Abdeckung für den einen freiliegenden Plattenstoß hinten. Die Bleche klebte ich flächig auf und verfugte die Ränder.

Lange orakelte ich über den Sinn oder Unsinn einer zusätzlichen Verschraubung der Bleche. Pro Schraube spricht die zusätzliche Sicherung, auch, weil die Trockung des Klebers im abgeschlossenen Raum zwischen Siebdruck und Blech sich sehr lange hinziehen dürfte. Gegen die Schraube sprach, dass die leicht gewölbten Bleche schon allein durch Unterdruck hielten und es ja gilt, jedes Loch im Holz außen zu vermeiden. Am Ende hörte ich auf den Rat des Meisters und setzte ein paar wenige Spenglerschrauben (in ein Bett aus Kleber).

Anmerkung: Der ganze Unterboden ist aufgrund der gesetzten Schrauben mit drei Schichten dauerelastischem Holzschutz (Gori55) versehen. Da der Anstrich eigentlich für das Wandinnere vorgesehen war, hatten wir mehr auf den Preis geachtet als auf die Farbe - nun ist der Kabinenboden taubenblau.

Für die Durchstieg-Tür sind inzwischen schwächere Gasdruckfedern eingetroffen. Die alten Kugelköpfe dafür musste ich noch streichen. Sie sind aus blankem Stahl, der im Freien inzwischen zu rosten begann.

Mittwoch

...drehten wir die Bodengruppe um. Das dauerte doch sage und schreibe zwei Stunden, wer hätte es gedacht:

  • Verzurren ("Anschlagen")
  • knapp 500 Kilogramm anheben
  • Böcke und Auflagen wegräumen, Karre drunter fahren, ausrichten, absenken
  • Bodengruppe aus der Halle raus und unter den Außenkran fahren
  • Anheben, Karre weg, Hölzer unterlegen (wegen der Laschen), absenken
  • einseitig anschlagen, anheben, Kran ganz zur anderen Seite fahren, Hölzer unterlegen, ablassen, überkippen, absenken
  • beidseitig anschlagen, anheben, Hölzer weg, Karre drunter, absenken
  • Bodengruppe in die Halle rangieren
  • Anheben, Karre weg, Hölzer unterlegen, absenken
Vom interessantesten Part unter dem Außenkran gibt es leider kein Bild ☹️.

Um die Wände aufzubauen, richteten wir die Bodengruppe auf Distanzhölzern aus (unten stehen ja die Kotflügelhalterungen ab). Da der Zwischenrahmen seit dem Verzinken einen leichten Bogen warf, zogen wir ihn mit einem Stahlwinkel so auf den Boden, dass er zur Montage eben liegt.

Danach sah ich zum ersten Mal bei Tageslicht, was ich so an Verschraubung über Kopf verbrochen hatte. Da gab es einiges zu korrigieren bzw. zu ergänzen. Dann schliff ich die Innenfläche mit dem Excenterschleifer an und rollte sie mit Lasur (Gori33). Das dünnschichte Auftragen erledigte sich spätestens dann, als mir der Eimer mit der Lasur auf der Platte umkippte und komplett auslief. Zum Glück gelang es, dreiviertel der Soße wieder einzufangen.

Donnerstag

...fräste ich die stumpfen Stöße der inneren Bodenfläche mit dem Kegelfräser auf und verfugte sie sauber. Dann rollte ich die Fläche mit Gori55.

Um das angesammelte Material abzubauen, baute ich die neuen Gasfedern mit den lackierten Kugelköpfen an die Durchstieg-Tür. Die Tür ist jetzt auch für's schwächere Geschlecht besser zu schließen.

Freitag

...war nur Zeit, um die Bodenfläche ein zweites Mal zu streichen.

Samstag

...fuhren wir in die Niederlande, um das Badfenster von Outbound (RA-10) abzuholen. Herr van H. nahm sich außergewöhnlich viel Zeit für uns und unsere Fragen. Als ich ihm erzählte, das Fenster in die 45 Grad Frontschräge einbauen zu wollen, warnte er mich vor möglichen Problemen: Regenwasser würde sich im Fensterrahmen sammeln, könnte nach innen schwappen oder in die Dichtung eindringen und beim Gefrieren den Rahmen aufsprengen. Hmmm... Obwohl mir die Warnung nicht in den Kram passt, gewannen wir von ihm und seiner Arbeitsweise durch das Gespräch einen hervorragenden Eindruck.

Die ebenfalls für Samstag geplante Abholung der Türen und Klappen ... klappte ... leider nicht. Der unverbindliche Liefertermin ist bereits überzogen und der Lieferant kann vom Hersteller wohl keine Informationen über den aktuellen Stand der Bestellung erhalten.

Nachmittags fand ich einen Grund, alle Kabinenwände nochmals umzuschichten: die letzte Nachbearbeitung vor dem Aufstellen und Verschrauben. Alle Kanten wurden mit dem Bandschleifer geglättet und mit Holzschutzfarbe gestrichen. Da wir schon "am Streichen dran" waren, bekamen alle Wände ringsherum weitere Lasur- und Farbschichten.

Sonntag

...waren eher die leisen Arbeiten gefragt, also schnappte Mi sich das Lenkrad, während ich mich erfolgreich mit dem Sortieren von Unterlagen vor unangenehmeren Arbeiten drückte.

Mittags stellten wir die Seitenwände auf und klebten und schraubten sie wie vorgesehen fest. Die Verschraubungsaktion gestaltete (s)ich ob der schweren, sperrigen Wände etwas hektisch, da wir alle Löcher gleichzeitig treffen mussten. Insgesamt passen die unabhängig voneinander angefertigten Bauteile aber überraschend gut. Die verschraubten Wände stehen ohne weitere Abstützung richtig schön steif und gerade auf der Bodenplatte.

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