Bauphase I: 2014/KW08

Das Motto der Woche lautet "Aaaaaargh ... grrr ....ngngngn .... MIST!!!"

Zwischenrahmen/Lagerung

Montag wurde die Rautenlagerung demontiert, Oschi ist wieder oben ohne. Der Meister schweißte mir hier und da noch ein paar Befestigungslaschen auf Verdacht an und brachte die kleineren Teile zum Verzinken:

Mittwoch kam ein Kranlaster und nahm meine Hauptrahmen-Konstruktion planmäßig zum Verzinken mit. Freitag meldete die Verzinkerei nach dem Säurebad überraschend nicht lösbare Rückstände und verweigerte unplanmäßig die Verzinkung ☹️.

Was war da los? Der Zwischenrahmen lag über den Winter monatelang im Freien auf Oschi und ich wollte tropfendes Rostwasser auf dem Fahrgestell verhindern - es regnete ja in einem fort. Ich hatte die Kontaktstellen des blanken Hilfsrahmens mit dem Fahrgestell mit Owatrol übersprüht, denn der Meister meinte, Öl wäre kein Problem. Naja, Owatrol ist dann wohl doch ein Problem. Noch haben wir den Rahmen nicht zurück (sinnlose Transportkosten) und wissen nicht, wie er aussieht (zusätzliche Zeitverzögerung). Ach Mann, ich könnte echt...

Okay, es ist ja nicht so, als hätten wir sonst nichts zu tun.

Wohnkabine

Bei der Bodenplatte war noch etwas Vorbereitung nötig. Ich hörte leider zu spät auf die Idee, die einzelnen Siebdruckplatten überlappen zu lassen. Also fräste ich mit einem Kegelfräser die stumpfen Stöße auf, um sie ordentlich mit Farbe und Kleber zu versiegeln. Praktischerweise liegen zwei der drei Stöße später mal verdeckt auf den Hilfsrahmentraversen.

Die Heckwand bekam eine zusätzliche Querverstrebung. In die linke Seitenwand fügten wir Rahmenhölzer für ein Fenster und die Unterkonstruktion für die Stöße der Außenverschalung ein. Wie lang kann man denn schon für ein paar Unterkonstruktionshölzer brauchen? Wir haben erst einmal zwei Stunden lang die Einbaulage des Fensters simuliert und gerechnet und gemessen bevor wir zum Werkzeug griffen. Erst nach insgesamt sieben Stunden (inkl. dauerendem Hin- und Herschichten der Wände) war Feierabend. Die Unterkonstruktion fügt sich allerdings fein in das Ständerwerk ein, wenn ich das mal so sagen darf. Die Beifahrerseite ist auch bald soweit:

Vor der endgültigen Festlegung der Position von Tür und Fenster auf der Beifahrerseite brauche ich aber noch das Okay der weiblichen Projektleitung.

Fahrerhaus

Im Fahrerhaus gibt es wieder zwei Sitze. Die Sitzverstellung tut sich mit den dicken Fußmatten etwas schwer, aber "so what". Dafür ist Oschi innen echt leise.

Fahrgestell

Wenn ich gewusst hätte, dass ich mal an einen Schlosser gerate, der bei meinem Auto keinen Stein auf dem anderen lässt, hätte ich mir gewisse Vorleistungen von Aigner Trucks beim Kauf sparen können. Nun, den Meister störte, dass das Auspuffendrohr so knapp an der Hinterachsfeder anliegt, es sollte verdreht werden. Also lösten wir den Schalldämpfer (da ist nur einer), schleppten ihn in die Werkstatt und er brannte das festgerostete Endrohr mit dem Schweißbrenner frei. Dabei stellte sich heraus, dass das Endrohr in der Muffe bis auf den inneren Mantel im Topf geschoben war. Das verwunderte uns sehr, denn der zur Verfügung stehende Endrohrquerschnitt von geschätzt 8 Zentimeter war damit bis auf die Randbereiche der Rundung verdeckt und es dürfte kaum Durchgang vorhanden gewesen sein. Meiner Meinung nach sollte das Endrohr nicht auf Anschlag im Topf stecken.

Wohntechnik

Da wir nicht alles im teilweise offenen Unterstand lagern können und wollen, ist unsere kleine Wohnung mit den Gerätschaften für den Innenausbau nun bis zum Bersten vollgestopft. Wir lagern quasi eine komplette Zweitwohnung ein. Ich muss dringend mal das gelieferte Zeug auf Funktion testen. Diesbezüglich habe ich besonders bei den Gasgeräten eine offene Frage. Alle Geräte haben als Anschluss nur ein kleines blankes silbernes Röhrchen ohne Gewinde hervorstehen. Wird da etwas aufgelötet oder muss da ein Schneidring drauf oder was?

Nach dem Lesen vieler Artikel zum Entsorgungsthema waren wir willens, uns mit dem Funktionsprinzip einer Trenntoilette anzufreunden. Also hatten wir kürzlich eine Separett Villa zu Besuch. Alles drin, alles dran, rundum sorglos entsorgen. Doch über fünfhundert Tacken für einen Joghurtbecher verleiteten mich zu der Ansage, dass ich eine bessere Haptik für weniger Geld realisieren könnte. Mal sehen... bau ich halt auch noch die Toilette selbst.

Sonstiges

Einiges angefangen oder weiterbearbeitet aber nicht fertiggestellt: z.B. Batteriehalter, Dachkonsole, Anhängerkupplung, Gaskasten. Besonders der Gaskasten hat es in sich. Der soll möglichst viele große Gasflaschen aufnehmen (ja, ich weiß, erlaubt sind nur zwei volle, aber ich weiß gerade nicht wohin mit einem großen Gastank). Eine klappbare Einstiegsleiter soll auch noch hinein und der Kasten muss außerdem zwischen Luftfilter und Tank passen ( und darf nicht über den Tank hinausragen). Das Teil wird also eine Maßanfertigung mit teilintegrierten Tragekonsolen... Des Schweißers Alptraum.


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