Bauphase I: 2013/KW44

Manchmal lese ich in dieser Doku nach und hoffe, dass es weiter ging... Aber, in Abwandlung des Spruchs "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", geht es nicht weiter, außer ich mache es selbst. Und wenn ich nicht alles selber mache, vergebe ich auch viele Chancen aus Fehlern zu lernen...

Zwischenrahmen/Lagerung

Der Stahl für den Hilfsrahmen war jetzt ausreichend abgelagert, daher schnitt ich ihn mal an.

"Wer zweimal misst muss nur einmal sägen", das sollte mein Motto sein. Also maß ich mehrfach, bevor ich sägte. Es trägt allerdings nicht zur Qualitätssicherung bei, wenn man konsequent den gleichen Messfehler macht. Dieser fiel mir natürlich erst nach dem Schneiden auf, als ich die Teile grob zusammensteckte.

Die Längsträger der Lagerung liegen 50 Millimeter außerhalb des Fahrzeugrahmens. 12 Millimeter davon nimmt die Trägerplatte für die mittlere Lagerwelle weg. Die verbleibenden 38 Millimeter waren für einen inneren Stellring zwischen Halblagerschale und Trägerplatte vorgesehen. Außen gibt es einen zweiten Stellring. Leider vergaß ich, dass die Lagerschale breiter als der Längsträger ist und damit nach innen (und außen) je 20 Millimeter übersteht und am Spielraum knabbert. Innen verbleiben also nur noch 18 Millimeter Lagerspiel, zu wenig für den geplanten Stellring. Nach kurzer Krisensitzung mit dem Meister, ob ich jetzt aus dem verbliebenen Stahl neue längere Querträger säge (und die seitlichen Ausleger entsprechend kürze) oder wir den Stellring schmaler dimensionieren können, fiel die Entscheidung für letztere Lösung. Puh... ! Kleiner Fehler, zum Glück nur kleine Auswirkung. Für den äußeren Stellring hatte ich die Welle lang genug abgesägt.

Die Längsträger probierten wir auf Oschi an und maßen die Position der Hauptquerträger ein.

An deren Stelle waren dann auch gleich die Löcher für die Verzinkerei anzureissen (mit einem Streichmass, ein Werkzeug, das ich bisher nicht kannte).

Alle Teile entgrateten wir für das Verschweißen.

Um die Bodenplatte mit dem Hilfsrahmen zu verbinden, schaute ich mir Laschen ab, die ich zurechtschnitt und entgratete. Bei sieben Querträgern gibt es pro Seite insgesamt (5 x 2 + 2 x 1) x 2 = 24 innenliegende Befestigungslaschen für M10 Schrauben.

Mein Hilfsrahmen ist übrigens ein Sammelsurium von im Netz gefundenen Lösungen. Für deren Veröffentlichung bin ich unendlich dankbar, da mir selbst eine technische Ausbildung völlig abgeht. 

Durchstieg

Mit ungebrochenem Optimismus begannen wir den Montagerahmen für den Durchstieg: Gehrungsschnitte aus 50 x 20 x 2 Millimeter Rechteckrohr, danach entgraten und an den Spitzen zum Schweißen auf halbe Materialstärke abschleifen. Nachdem das ganze fachmännisch (also nicht von mir) zusammengeschweißt war, gab es eine Anprobe am Fahrerhaus: passt!

Zur Befestigung des Durchstiegs am Fahrerhaus vermaß ich etliche Befestigungsstege und längte sie ab. Auch die innenliegenden Stege, auf die ich das Dichtprofil für die Verbindungstür ins Fahrerhaus klemmen will. Und auch die Stege, die einmal ein passendes Gegenprofil für einen Faltenbalg aufnehmen sollen. Dann wurden alle vorhandenen Durchgangsteile geschliffen und entgratet.

Wohnkabine

Auf einer großen braunen Rolle Packpapier zeichneten wir Wand- und Bodenaufbau unserer geplanten Kabine in Originalgröße auf und überlegten die geeignete Lösung für die Schrägen des Grauens (die es gar nicht braucht, die wir aber trotzdem haben wollen...).

Montag soll das Holz kommen, also räumten wir Sonntagabend eine Tonne Stahl in der Werkstatt weg, um Platz für das Holz zu machen. Dann war aber Ende im Gelände...

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