Bauphase I: 2013/KW39

Montag, Dienstag und Mittwoch

Einen nicht ganz standesgemäßen Plastik-Kennzeichenhalter vorn angeklebt. Das Kennzeichen hatte ich vor dem Lackieren mit doppelseitigem 3M-Klebeband direkt ans Fahrerhaus geklebt. Das Zeug hielt so gut, dass das Kennzeichen nicht werkzeuglos abgerissen werden konnte (dabei ist es total verbeult).

Fensterschachtdichtung außen erneuert. Habe ewig nach dem richtigen Profil gesucht, nun passt die Form aber das Material ist Vollgummi. Es fehlt die "flauschige" Innenseite, so dass die Dichtung an der Scheibe klebt. Vorteil: Die Steyr-Krankheit der rutschenden Seitenscheibe ist behoben. Nachteil: Es braucht etwas Kraft um die Scheibe runterzukurbeln.

Die abgebrochenen Schrauben vom Holzboden der Pritsche gekappt. Paar Kilo Dreck erst von der Pritsche aufs Fahrgestell und dann weiter auf den Boden gekehrt. Eingeöltes Fahrgestell dadurch mit Used-Optik versehen... Pritschenholz abholfertig zugesägt.

Spritleitungen zwischen Umschalter und Motor verlegt, da sie sonst beim Verwindungstest und Abheben der Pritsche unter die Längsträger geraten könnten.

Zwei Verschränkungstests "light" durchgeführt: Pritsche nur an den hinteren beiden Befestigungspunkten (mittig über der Hinterachse) verschraubt, mitte und vorn lose -> Oschi auf zwei versetzte 40 Zentimeter hohe Böcke gefahren (HA-Sperre gebraucht!) -> Seiten gewechselt und Test wiederholt.

Resultat: Die Pritsche hebt am ersten Befestigungspunkt vorn knapp 4 Zentimeter ab. Allerdings hängt die Pritsche vom Eigengewicht über die Diagonale schief runter und zeigt nicht die volle Wegstrecke des Abhebens. Da würde ich noch mindestens 2 Zentimeter addieren.

Soweit bestätigt dieser zweite Verschränkungstest mit Pritsche das Ergebnis des ersten ohne Pritsche. Sechs Zentimeter Verwindung wären mit einer Federlagerung machbar.

Aber ich sehe folgende Herausforderungen:

  • Den Versatz zwischen Stirnwand der Pritsche und Fahrerhaus finde ich sehr groß für einen fest verbundenen Durchgang.
  • Die Pritsche schlägt auf der Fahrerseite am Einfüllstutzen des Tanks an.
  • Die Pritsche ist unverstärkt viel zu weich für eine Federlagerung (die Bordwände könnten noch etwas Stabilität reinbringen, aber...).
  • Der Luftansaugschlauch vom Luftfilter zum Turbo wird massiv gequetscht (und der ist schon im Ruhezustand nicht gut verlegt).
  • Das Auto war unbeladen, aus dem Bauch heraus würde ich noch einen Puffer beim Federweg einplanen.
  • Das Hitzeschutzblech an der Stirnwand müsste evtl. verkleinert werden, es könnte bei noch größerer Verwindung am Fahrerhausbügel anschlagen.

Da ich zur Verschränkung eines Steyr 12M18 noch keine Bilder im Netz fand, stelle ich hier ein paar ein:

Donnerstag

Viel mit dem Schlosser fachgesimpelt (er vom Fach, ich simpel). Die Pritsche kann zwar durch zusätzliche Querträger versteift werden, aber

  • Der umlaufende Rahmen muss dazu aufgeschnitten werden.
  • Mindestens ein vorhandenener Querträger muss verlegt werden.
  • Mindestens ein "zu langer" Längsträger muss gekürzt oder die Luftansaugung verlegt werden.
  • Im Bereich der Hinterachse müssen rostzerfressene Profile erneuert werden.
  • Die Stirnwand muss ausgeschnitten werden.
  • Das ganze Teil muss vor dem Lackieren/Aufbau gestrahlt werden.

Das wäre ganz schön viel Arbeit, um die Originaloptik und damit die Chance auf ein "H" zu wahren. Ich habe Pro und Contra in einem PDF gesammelt, das Du hier downloaden kannst:

Download
Pro und Contra Lagerung
Pro und Contra Lagerung.pdf
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Samstag

Puzzle für Erwachsene: Heizung zusammengebaut. Gehäuseteile alle gestrahlt und lackiert und neu gedichtet -> so weit, so gut. Dann die frisch geölte schwammige Bowdenzugmechanik montiert -> naja. Zum Abschluss das billige Klump von Plastikabdeckung drauf -> ganze Arbeit entwertet. Seufz, Hauptsache sie macht warm....

Dachhimmel mit Sprühkleber "grundiert" und Bezug zugeschnitten.

Sonntag

Würth klebt + dichtet unter die etwas abstehenden Dichtungen der vorderen Dreieckfenster gepumpt, innen und außen, viel hilft viel. Spalt zwischen Führung Türscheibe und Fensterrahmen auch vollgepumpt. Für alle Fälle. Tipp: Klebst Du die Stellen, auf die keine Dichtmasse soll, vorher mit Krepp ab, musst Du nachher keine Montagespuren überlackieren...

Undichte Stelle an der Dachluke entdeckt: Das Dichtprofil liegt nicht überall sauber an. Werde mir ein neues besorgen, das höher aufbaut.

Verschiedene Klebersorten an der Innenverkleidung und den Fussmatten ausprobiert (letztere werden wohl auch etwas fürs Kapitel Lehrgeld).

Armaturenbrett geputzt, Kontakte gereinigt, Sicherungskasten ausgebaut.

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