Bauphase I: 2013/KW34

Natürlich waren wir auch diese Woche wieder fleißig:

Dienstag

Ausgleichsbehälter des Kühlsystems montiert und die frisch geladenen Batterien verkabelt. Zur Erinnerung: Als ich überraschenderweise meine Batterien am Ladegerät in der Werkstatt vorfand, meinte der Strahler: "Jo, die waren leer." Woher er denn wüsste, dass meine gut außer Sicht verstauten Batterien leer wären, wollte ich dann wissen. Worauf er nach einigem Herumdrucksen zugab, dass sie damit einen fahruntüchtigen Unimog auf dem Hof herumrangiert hatten...

Dann will ich es wissen: Zündschlüssel gedreht, Motor läuft - Yessss, der Steyr brummt! Eigentlich hätte er das aber gar nicht tun sollen, denn die Tanks waren falsch angeschlossen. Das wusste ich da aber noch nicht... 

Und weil es immer noch etwas zu tun gibt, wurden die neuen Trittkästen eingemessen, gebohrt, angebaut und nachlackiert. Im Nachhausegehen noch ein bisschen Kleineisen einsortiert.

Mittwoch

Scheibenwaschbehälter, verzinkten Deckel und neuen Kantenschutz der Trittkästen am Fahrerhaus montiert. Fehlt noch eine Verriegelung der Deckel.

Elektrische Hupe angebaut (noch nicht getestet).

Freitag

Dank frischer Farbversorgung konnte ich den Innenraum fertig spritzen. Mit der überschüssigen Farbe in der Pistole lackierte ich dann wegen des schönen Farbeffektes den Motortunnel von außen. Die Druckluftfanfare schloss ich an - probierte sie aber noch nicht aus - und setzte eine Reihe von Karosseriestopfen.

Samstag

Wir lackierten nach der obligatorischen Baumarkttour die Dachluke, die Blinker- und Scheinwerfergehäuse sowie weitere Kleinteile in Schwarz.

Dann wollte ich den getauschten Kühler auf Dichtheit testen. Ich orgelte, doch der Motor sprang nicht an. Was war das, neulich sprang er doch sofort an? Plötzlich war überall Luft in den Dieselleitungen. Doch nicht die Leitungen waren undicht, nein, ich hatte beim Anschließen der Tanks Zu- und Rücklauf verwechselt. Und beim kurzen Motor-Testlauf saugte der Steyr nur die Leitungen leer und ich stellte ihn gerade rechtzeitig ab, bevor er von selbst ausging... Haha! Also schnell die Leitungen getauscht, dabei die Funktion des Voss-Tankumschalters endlich verstanden, und dann lief der Motor wieder.

Bevor die Pritsche (vorerst) wieder auf das Auto kommt, wurden die Gummiauflagen auf die Rahmenlängsträger geklebt. Außerdem verschraubte ich die verzinkten Batteriehalterungen.

Zum Abschluss des Tages wurde die Stoßstange entrostet und geschliffen. Leider kommt man nicht sehr gut in die Ecken rein, wo der Rost sich etwas eingenistet hat. Naja, bei der Wandstärke wird sich eventuell unsaubere Arbeit außen wohl erst in Jahrzehnten zeigen. Beendet haben wir den Tag mit zwei Schichten Grundierung.

Sonntag

Weiter ging es mit der Stoßstange, Insgesamt haben wir sie drei Mal lackiert.

Um den Trumm aus dem Weg zu bekommen, mussten wir die Stoßstange noch am gleichen Tag ans Auto bauen. Das war natürlich keine gute Idee, denn der Lack war noch weich und bekam einige Macken. Also werde ich die Stoßstange noch einmal anschleifen und nachlackieren müssen... Den verzinkten Unterfahrschutz montierten wir gleich mit und der Farbkontrast Schwarz-Silber kommt ganz gut.

Dann peitschten wir die Arbeit durch, vor der ich mich lange drückte: die Lackierung der Türen. Irgendwie mag ich Autotüren nicht. Soviel komplizierter Kram zum Ausbauen - wobei, ausgebaut ist ja immer schnell. Der Rost hängt natürlich in den Falzen und so kamen wir vor der Grundierung um eine kleine Owatrolkur nicht herum.

Was mich beim Entrosten immer wieder erschreckt: Du siehst an der Oberfläche einen kleinen Rostpunkt, etwa stecknadelkopfgroß. Dann schleifst Du ihn auf und wenn Du auf dem Blech landest, ist die Rostfläche so viel größer, in diesem Beispiel ein bis zwei Quadratzentimeter! Der Rost unterwandert einfach Lack und Grundierung und von außen siehst Du absolut gar nichts! Dreckzeuch, die braune Pest...

Kommentare: 0