Innenausbau: Das Bad

Motivation

Was macht ein Expeditionsmobil erst so richtig zu einem Wohnmobil? Richtig, ein Bad an Bord! Auf diesen Komfort wollten wir nicht verzichten. Sicher, in vielen Umgebungen geht es auch ohne. So sind wir ohne eigenes Bad schon wochenlang mit dem Lieferwagen durch Skandinavien und England/Schottland getourt und ein halbes Jahr über die Färöer und Island. Ein Schwimmbad oder Campingplatz zum Duschen findet sich immer mal. Wo nicht, da reicht ein (idealerweise warmer) Liter Wasser zum Nassmachen, dann Einseifen, und ein weiterer (idealerweise warmer) Liter Wasser zum Abspülen. Die Notdurft lässt sich unterwegs auf Kundentoiletten oder im Freien verrichten - in beiden Fällen bleiben mit ein wenig Einfallsreichtum keine sichtbaren Spuren zurück.

Wenn man mit einem Laster reisen will, dann sind alle Rahmenbedingungen für eine Nasszelle an Bord gegeben, man muss sie nur nutzen. Schließlich sind Mann und Frau nicht immer nur in einsamer Wildnis unterwegs, sondern meist überwiegend in der Zivilisation, wo ein Körpergeruch nach Freiheit und Abenteuer nur schwer vermittelbar ist - und Sanitärräume u.U. Öffnungszeiten haben.

Um uns in jeder Umgebung autark bewegen zu können, war ein Badezimmer mit Dusche und Toilette deshalb ein Muss. Im ersten Ausbau der Wohnkabine bauten wir das (unfertige) Bad als fünfeckigen Raum auf die Fahrerseite. Nach den Erfahrungen der ersten Testreise favorisierten wir beim zweiten Ausbau das Bad als Schmutzschleuse im Eingangsbereich. Der Vorteil: Mehr Sauberkeit! Dreckige Schuhe und nasse Kleidung werden nicht mehr in und durch den Wohnbereich getragen. Ein weiteres Plus der neuen Konstruktion: Der selbe Duschschlauch kann sowohl im Bad als auch außerhalb der Kabine als Außendusche genutzt werden!

Rahmenbedingungen

Das Badezimmer misst innen L x B = 135 x 72 cm. Die Länge ergab sich durch die Position und Breite der Eingangstür, die Breite durch die Position des Durchstiegs in das Fahrerhaus. In der langen Badwand ist ein Durchgang von H x B = 180 x 60 cm für eine Tür ausgeschnitten. Die Raumtrennwände begrenzen nicht nur das Bad sondern stützen auch das Dach. Daher fallen sie mit ca. 40 mm relativ dickwandig aus (9 mm Birke Multiplex zum Wohnraum hin, 9 mm Siebdruck Bad-seitig, dazwischen 20 mm Styrodur). Die Innenhöhe über der Fußbodenheizung beträgt luxuriöse 201,5 cm.

Um das Bad gegenüber dem restlichen Wohnraum abzutrennen, prüften wir mehrere Lösungen:

  • GFK-Tür bzw. Tür in Hausbauqualität - abgelehnt wegen vierstelliger Preise.
  • Vorhang aus Teichfolie - als Übergangslösung angedacht, aber entfallen mangels ausreichender Folienreste.
  • Schiebetür - entfallen da kein Platz vorhanden, wohin die Tür geschoben werden könnte (außen und vor den Küchenblock indiskutabel).
  • Duschkabinentüre - entfallen, da eine mehrflügelige Schiebetür das lichte Durchgangsmaß verkleinert.
  • Falttüre aus dem Baumarkt - entfallen, da nur oben angeschlagen (Falten unten nicht dicht gegenüber dem Wohnraum).
  • Spezialfalttüre - ernsthaft in Erwägung gezogen hatten wir eine spezielle zweiflügelige Falttür aus dem Wohnmobilbau, die komplett in die Dusche öffnet. Rund 250 EUR war uns das aber nicht wert.

Von den obligatorischen Konstruktionsüberlegungen für einen Eigenbau aus Holz, PVC, XPS-Hartschaum und einer Kunststoffscheibe blieb am Ende nur die Makrolonscheibe übrig. Mit dem Zweiteilen der Tür vollzogen wir einen Kunstgriff, der uns erheblich Bewegungsspielraum im Bad verschafft; die Tür stört - obwohl sie in das Bad öffnet - praktisch gar nicht.

Obwohl das Bad ein winziger Raum ist, muss dort viel Technik untergebracht werden. Außer einer Waschmöglichkeit in Form einer Dusche findet sich im Bad natürlich auch die Toilette. Und aus ganz praktischen Gründen (Anschluss FBH, Ausgleichsbehälter, Wärmeerzeugung) steht im Bad auch die Heizung. Notwendigerweise fällt einiges an Installationsarbeiten an: Wasserleitungen sind selbstverständlich, aber auch Stromleitungen zur Beleuchtung und Belüftung und die Gasleitung für das Heizgerät.

Angefixt von Dokumentationen über Luxuswohnmobile prüften wir den Zukauf diverser Fertigbauteile, von der VA-Toilettenschüssel bis zur kompletten GFK-Nasszelle. Wie immer passten die vorgegebenen Maße nicht zu unserem Bedarf und wir hätten viel zu viel Platz und Flexibilität verloren. Um unsere Idee zu verwirklichen mussten wir unsere Badeinbauten deshalb so passgenau wie möglich selbst anfertigen. Unser Mangel an handwerklichen Möglichkeiten hielt die Kosten niedrig: Dank der Verwendung übrig gebliebener Holz- und Kunststoffreste wurde das Budget nur minimal belastet.

Dusche


Als Waschgelegenheit dient eine Dusche. Beim Betreten der Kabine tritt man unvermeidbar in die Dusche. In den Wohnraum gelangt man durch eine platzsparende Flügeltür, die in das Bad hinein öffnet (so tropft es nach dem Duschen von der Tür nicht in den Wohnraum).

Die Duschwanne im Eingangsbereich ist eine Maßanfertigung aus Edelstahl, da Standardbecken den speziellen Platzverhältnissen nicht genügten. Bei einer Grundfläche von 60 x 60 cm ist die Wanne ca. 10 cm hoch. Zum Eingang hin ist eine Stufe abgesetzt; diese überbrückt einen armdicken Kabelstrang unter der Türschwelle (Ringleitung 12V, Ringleitung 230V, Landstromleitung, Gasleitung, Warm-/Kaltwasserleitung). Das Edelstahlmaterial ist vollkommen unempfindlich z.B. gegen spitze Steine in der Schuhsohle.

Die Duschwanne wurde mit der Stufe eben gekantet. Anschließend wurden die beiden Seiten angepasst und eingeschweißt. Entweder beim Pressen der Vertiefung für den Ablauf oder beim Einschweißen der Seitenteile kam es zu Verzug im Material und die Wanne wies eine kleine Welle auf (sog. Frosch, der beim Belasten ein Knackfrosch-ähnliches Geräusch macht). Beim Betreten gab die Welle nach und die Seiten klappten nach innen. Weil ich eine bewegliche Duschwanne nicht abzudichten wusste, klebte ich die Wanne und damit den Frosch schließlich auf dem Boden fest. Die Seiten sind mit speziell angepassten Formteilen abgestützt. Damit wird ein Zurückklappen der Seitenbleche im Fall dass sich der Kleber einmal ablöst hoffentlich wirkungsvoll vermieden. Unter den luftig gehaltenen Stegen verlaufen rund um die Duschwanne weitere Kabel der Elektroinstallation, welche die linke mit der rechten Kabinenseite verbinden.

Die Duschwanne liegt direkt auf dem Boden auf und hat aufgrund der Möglichkeiten, die die FBH für eine Bohrung zulässt, nur einen Ablauf. Da Auto und Kabine wohl niemals gerade stehen werden, bleibt immer eine Restmenge Wasser in der Wanne stehen. Dagegen helfen ein schräger Boden (der unterbaut werden muss), mehrere Abläufe (bis zu vier Stück!), oder - wie bei uns - ein Gummirakel (preisbewusste Lösung). Die Größe des Ablaufs ist mit 40 mm haushaltsüblich, die Position ergab sich zum einen aus den Verlegebahnen der FBH, andererseits musste die unter der Kabine aufbewahrte Einstiegsleiter beachtet werden. Vom Ablauf führt ein Spiralschlauch direkt (ohne Siphon) in den Abwassertank am Fahrgestell. Gegen eventuelle aufsteigende Gerüche aus dem Tank wird einfach der zugehörige Stöpsel in den Ablauf gedrückt.

Die Duschkabine ist begrenzt durch:

  • die Eingangstür aus GFK (absolut wasserdicht).
  • die Badtür bzw. -türen, da es sich um eine zweiflügelige Tür handelt. Die Türen sind aus 6 mm dicken Makrolonscheiben gefertigt (ein nahezu unzerstörbarer, unendlich biegsamer Kunststoff). Die Milchglasoptik erreichten wir durch Mattschleifen mit feinem Schleifpapier (Korn 240). Die Flügeltüren sind mit Aluminiumprofilen eingefasst und mit Edelstahl-Stangenscharnier am Türrahmen verschraubt. Der Spritzwasserschutz zum Innenraum ergibt sich durch zwei gegensätzliche Aluminiumprofile an der Nahtstelle der Türen. Die Badtür benötigt im Prinzip auch kein Schloss. Während die linke Tür vollkommen plan ist, macht die rechte Tür aufgrund einer unsauberen Montage des Klavierbandes eine leichte Welle. Durch diese Welle und das spezielle Aluminiumprofil lassen sich die beiden Türflügel sicher ineinander verhaken - It's not a bug, it's a feature! Dennoch gibt es einen zusätzlichen Edelstahlriegel. Der Türrahmen wurde badseitig mit 40 x 40 mm PVC-Winkeln verkleidet.
  • einem auf Maß gekürzten Duschrollo. Das Originalmaß betrug 80 cm, für unsere benötigten 72 cm schnitten wir die Folie nach dem Abnehmen mit einem Cutter zurecht und stutzen das Alurohr mit der Kapp- und Gehrungssäge. Mit dem Duschrollo lässt sich nicht nur beim Duschen der Toilettenbereich vor Spritzwasser schützen. Das Rollo dient auch als Blickschutz auf die Toilette von innen oder außen. Optimierung: Das untere Ende des Rollos wurde mit einer aussteifenden Kunststoffleiste beschwert. Links und rechts am Wandanschluss kann zwar Spritzwasser durchdringen, das lässt sich durch PVC-Winkel und etwas Vorsicht aber vermeiden. Der Brausestrahl ist ohnehin eher schwach.
  • eine Innenwand auf der Schmalseite aus weiß gestrichener wasserfester Siebdruckplatte.

Nach der experimentellen Anprobe diverser Armaturen an der Badwand kamen wir auf die Idee, die Wasserversorgung der Dusche durch eine halbhohe Installationssäule links am Eingang verlaufen zu lassen. Auf der oberen Abschlussplatte der Säule sitzt ein platzsparender Einhebelmischer (der beim Ausstieg auch als Haltegriff mißbraucht werden kann). Der Brauseschlauch ist daran per Perlator-Adapter montiert. Der 1,5 m lange Schlauch reicht problemlos nach draußen, wodurch wir ganz nebenbei eine Außendusche realisiert haben. Auf den Trittrosten der Alu-Eingangstreppe lässt sich draußen ganz famos im Sonnenschein duschen und nach Belieben herumplanschen. Wasser wird über eine elektrische Pumpe aus den Brauchwassertanks gefördert. In der Installationssäule befindet sich dafür der (wasserdichte) Ein/Aus-Schalter (als Überbrückungsschalter gegenüber der Entnahmestelle in der Küche ausgelegt).

(kein) Waschbecken

Ein zusätzliches Waschbecken im Bad war gewünscht aber am Ende mit den Platzverhältnissen nicht vereinbar. Dabei geht es nicht nur um den Raum, den ein Waschbecken einnimmt und der dann in der Dusche oder beim Sitzen auf der Toilette fehlt. Der Raumbedarf ließe sich mit einer Ausführung als Klappwaschbecken reduzieren. Jedoch fällt mit einem brauchbaren Waschbecken auch weiterer Installationsbedarf an: mindestens eine Abwasserleitung und oft auch ein Wasserhahn mit Wasseranschlüssen (wobei alle Leitungen und Anschlüsse ja im Wartungsfall erreichbar bleiben sollen).

Um ehrlich zu sein, ein Klappwaschbecken halte ich in der täglichen Benutzung für viel zu umständlich und die "Brauchbarkeit" definiert sich für mich proportional zur Größe des Beckens. Wir hatten versuchsweise ein kleines Edelstahlbecken für die Eckmontage beschafft (vgl. Umbaudoku I, Stichwort: Salatschüssel), der Ablauf hatte jedoch keine Größe mehr sondern eine "Kleine", die meine Geduld klar überstrapaziert hätte. Das Spielzeugbecken ging direkt wieder weg, da wir im Küchenblock schließlich über ein feststehendes Haushaltsbecken in üppiger Größe verfügen.

Ohne Waschbecken entfällt viel Installationsaufwand: ein weiterer Kalt-/Warmwasserverteiler, ein weiterer Pumpenschalter, weitere Leitungskanäle, weitere Installationsschächte, weitere Abdichtungen. Schließlich war aufgrund der Fußbodenheizung in der Bodenplatte auch einfach kein Platz mehr für eine weitere Ablaufdurchführung (neben den fünf vorhandenen: Entleerung Boiler, Überdruckventil Boiler, Kabeldurchführung Füllstandsmessung Abwassertank, Urinablauf, Duschablauf).

Abdichtung

Unkontrolliert frei laufendes Wasser hat in einer Holzkabine nichts zu suchen - deswegen war die Abdichtung der Dusche ein heikles Thema. Die Wände der Duschkabine sind per se wasserdicht, also kein Problem hier. Abzudichten war der obere Rand der Duschwanne sowie der Toilettenblock gegen Spritzwasser.

Nach oben hin ist der Rand der Duschwanne aufwändig durch mehrere überlappende Kunststoffprofile aus Makrolon und PVC abgedichtet. Die einzelnen Schichten sind miteinander und mit den Bad-/Möbelwänden dicht verklebt und wasserfest gestrichen. Nach vorne hin greift der Rand der Duschwanne unter die Türverriegelung. Ein 3 mm breiter und 15 mm tiefer Spalt zum Türrahmen wurde mit Polymerkleber aufgefüllt und mit einem PVC-Winkelprofil abgedeckt. Am Toilettenblock wurden die Fugen des Podestes dicht verklebt und mit einer PVC-Leiste abgedeckt. Da man das Toilettengehäuse jederzeit entnehmen können soll, vertrauen wir hinter dem Duschrollo nur noch auf die der Konstruktion immanente Labyrinthabdichtung durch die Leistenbauweise. Eventuell in Spalten eindringende Feuchtigkeit trifft dort auf viele Schichten wasserdichter Farbe.

Toilette

Grundsätzlich handelt es sich bei der Toilette um ein Notklo, das nur benutzt wird, wenn uns keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Schließlich gilt im Wohnmobil nicht einfach "aus den Augen, aus dem Sinn". Als Entsorgungstechnik entschieden wir uns für eine Trenntoilette. Eine Trenntoilette entsorgt Fäkalien nach Urin und Kot getrennt, wodurch die Entstehung belästigender Gerüche minimiert wird ("Es soll der Mensch nicht zusammenführen, was die Natur getrennt hat"). Urin wird in den Abwassertank am Fahrgestell eingeleitet, der Kot wird in einer Plastiktüte in einem Eimer unter der Klobrille aufgefangen. Ein elektrischer Lüfter fördert entstehende Gerüche nach außen. 

Andere Entsorgungstechniken wie ein Chemietoilette oder eine Zerhackertoilette oder eine Verbrennungstoilette überzeugten uns von den Nachteilen her nicht. Eine Lösung mit Wasser erforderte größere Brauch- und Abwasserspeicher - Kapazitäten, die wir gerne zum Leben aber nicht für unsere Fäkalien vorhalten wollten. Eine Chemielösung könnten wir aus Gewissensgründen nicht gut in der Natur entsorgen und hunderte Liter Schwarzwasser wollten wir nicht wochenlang spazierenfahren. Neben diesen Nachteilen wäre auch die Installation deutlich aufwändiger geworden. Der verfügbare Platz ist aber jetzt schon vollkommen überbelegt.

Das Toilettengehäuse ist auf einem 40 cm hohen Podest Podest aufgebaut. Für eine größere Beinfreiheit ist die Vorderseite in Anlehnung an ein Hexagon gefertigt. Unter einem haushaltsüblichen WC-Sitz (MDF) befindet sich der Privy 500 Trenneinsatz von Separett. Der Einsatz hat einen Trichter (vorn) und einem Durchlass (hinten), die Bedienung ergibt sich intuitiv. Für die Montage unter der Oberfläche musste der Einsatz etwas kleiner geschnitten werden.

Zur Entlüftung der Toilette bzw. des Badezimmers ist im Toilettengehäuse eine schaltbare Dauerlüftung untergebracht. Die Entlüftung  erfolgt aus Platzgründen in Fahrtrichtung durch ein HT-Reduzierstück 80/50 mm; die Verjüngung nach innen dient als Hindernis für eventuell eindringendes Spritzwasser. Außen ist ein Truma-Kaminabschluss mit einer selbst angefertigten Windabweiserscheibe aus Aluminium montiert. Der Abluftkanal sollte mit Insektengaze verschlossen werden, um bei abgeschaltetem Lüfter Insekten den Zugang zur Kabine zu versperren. 

Die ersten Testwochenenden waren erstaunlich überzeugend, der einzige wahrnehmbare Geruch war der widerliche Plastikgestank des Baueimers. Das änderte sich mit vier heißen Tagen voller Sonneneinstrahlung auf den Abwassertank - ohne einen Siphon als Geruchssperre geht es nicht. Auch der richtige Lüfter war erst nach einer Testreihe gefunden. Der erste Lüfter war unhörbar und verbrauchte kaum messbar Strom, war aber zu schwach zur Luftabsaugung. Der zweite Lüfter war zu laut und zu stark, es kam zu unerwünschten Turbulenzen. Erst der dritte Lüfter brachte das gewünschte Ergebnis (nach einer Schallisolierung des Toilettengehäuses).

Ein unerwarteter Luxus ergab sich aus der Montage der Toilette über der Heizung: Wenn geheizt wird, haben wir eine knackwarme Klobrille!

Heizung

Als Warmwasserheizgerät verwenden wir eine Alde 3010 Compact, die wir im Podest unter der Toilette unterbrachten. Frischluft- und Abgasrohr verlaufen durch das Podest und das darüberliegenden Toilettengehäuse. Trotzdem diverser Vorkehrungen zur Wartungsfreundlichkeit (Befestigung auf verschiebbarer Montageplatte, verschraubte Möbelgehäuse) muss bei einem größeren Defekt an der Heizung der Toilettenblock und die Podestplatte darunter komplett abgebaut werden, um das Heizgerät auszubauen. Die Serviceklappen in Toilette und Podest ermöglichen nur eine Kontrolle/Wartung der FBH-, Wasser-, Elektro- und Gasanschlüsse der Alde. Das Toilettengehäuse kann nach dem Lösen der Schrauben an zwei Griffen abgenommen werden.

Durch die Unterbringung des Heizgerätes im Bad und dem Ausgleichsbehälter über der Toilette ist das Bad im Heizbetrieb ein sehr warmer Raum und als Trockenraum geeignet. Die Eingangstür lässt sich begleitend in eine Belüftungsstellung bringen.

Ausstattungsdetails

Eine Garderobe in der Dachschräge über der Toilette nimmt Handtücher auf, zwei Hakenleisten und ein verchromtes Badregal bieten Raum für Toilettenartikel. Ein (aufgeklebter) Spiegel in der Dusche rundet die Ausstattung ab.

Beleuchtet wird das Bad durch eine Lichtleiste, die hinter einer "Milchglas"-Makrolonscheibe versteckt ist. Dadurch ergibt sich ein weiches Streulicht. Der Lichtschalter befindet sich direkt neben der Eingangstür. Auf eine Wechselschaltung vom Wohnraum aus konnten wir verzichten, da durch die Milchglastüren immer Licht ins Bad fällt.

Die Badwände sind mit weißer dauerelastischer Holzschutzfarbe (Gori55) gerollt. Die Installationssäule, die Einfassung der Dusche und der Toilettenblock sind davon farblich in dauerelastischer betongrauer Farbe (Brantho Korrux 3in1) abgesetzt.

Im nicht-sichtbaren Teil des Bades - also im Toilettenpodest und rund um die Duschwanne - sind Belüftungsbohrungen (14 Stück à 50 mm Durchmesser) und Kabelschächte (2 Stück à 20 x 2 cm)angelegt. Neben dem freien Luftaustausch in allen Möbelkorpussen erfolgt durch diese Bohrungen auch eine (begrenzte) Kontrolle der Dichtheit des Bades sowie der verlegten Leitungen.

Video



Kommentare: 6
  • #6

    videomundum (Dienstag, 14 August 2018 12:09)

    Hi Peter,

    ich habe eine Verbrennungstoilette wie die Cinderella noch nicht in Aktion gesehen, also kann ich mich nicht wirklich qualifiziert dazu äußern. Rein theoretisch fallen mir folgende Nachteile ein: hohe Anschaffungskosten, hoher laufender Gasverbrauch (großer Gastank empfehlenswert), evtl. hohe Wärmeentwicklung (nur im Sommer ein Problem), ökologisch bedenklich (Energieverschwendung; das gilt allerdings auch für WCs die den Rohstoff Trinkwasser verschwenden). Ansonsten klingt eine Verbrennungstoilette nach einer "sehr komfortablen" Lösung, insb. da ich davon ausgehe, dass das Hygienepapier mitverbrannt werden kann.

    LG
    Christian

  • #5

    Peter (Dienstag, 14 August 2018 09:09)

    Moin Moin,

    zuerst ein mal ein dickes Lob. Absolut traumhafter Ausbau. Durchdacht, optisch der Hammer und funktionell.

    Ich plane auch schon länger mir einen Camper selber auszubauen und war bisher was das Klo angeht auf dem Weg Richtung Verbrennungstoilette. Abgesehen vom Stromverbrauch erschien mir das die beste und sauberste Lösung zu sein, wenn man nicht regelmäßig seine eigene gequirlte Sch.... durch irgendwelche Schläuche in irgendwelche Löchere laufen lassen möchte.

    Welche Nachteile sprechen für euch gegen den Verbrennungsthron?

    Grüße, Peter

  • #4

    videomundum (Mittwoch, 31 August 2016 12:22)

    Pipi und Dusch/Spülwasser gehen in einen 140l-Abwassertank bis zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit.

  • #3

    Oliver (Mittwoch, 31 August 2016 06:53)

    Hallo,
    interessantes Projekt. Ich baue auch einen Expeditionsmobil auf und bin nach langem Hin- und Her auch zu dem Entschluss gekommen auf eine Trenntoilette zu setzen.
    Mischt Ihr Brauchwasser und Urin in einem Tank oder habt Ihr 2 verschiedene Tanks? Wenn ja, welche Erfahrungswerte habe Ihr mit der Tankgröße für den Urin?
    Gruss
    Oliver

  • #2

    videomundum (Sonntag, 21 August 2016 19:29)

    Hallo Uwe, ich habe die Informationen zum Separett-Trenneinsatz oben eingefügt. LG Christian

  • #1

    Uwe (Sonntag, 21 August 2016 18:08)

    Hallo,
    was die Entscheidungen zum Waschbecken im Bad (Verzicht) und die Trenntoilette angeht, kann ich beides 100% nachvollziehen. Das mache ich genauso.
    Welches Modell der Toilette hast Du ins Auge gefasst? Die Separett und die nature's Head hatte ich in der engeren Auswahl, suche aber immer noch Erfahrungen mit den beiden.

    Viel Spaß!