Edelstahl-Dachträger/Astabweiser: Projektplanung

CAD-Skizze videomundum Dachgepäckträger
CAD-Skizze videomundum®-Dachgepäckträger

Bisher bauten wir eher praktisch als schön, das wollen wir beim Dachträger/Astabweiser mal ändern (hört, hört). Ein schönes Edelstahlgestell mit großformatigen Rohren soll es werden. Der ahnungslose Laie denkt vielleicht, dass so ein Dachträger/Astabweiser an einem Expeditionsmobil den gleichen Zweck erfüllt wie früher ein Fuchsschwanz am Manta. Dem ist natürlich nicht so, weil ... weil ... ? ... weil dem eben nicht so ist. Basta. OK, selbst wenn, es wäre kein K.O.-Kriterium. Bin ich doch selbst durch die Phase schwarz-breit-tief gegangen. Allerdings war es kein Manta, sondern ein Dreierbeemwe, weissu? Und ich war auf jeden Fall Frontspoiler-Weltmeister :-)))

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein Bild von der geilen Karre einscannen, aber nach 25 Jahren sind die alten Fotos völlig verblichen. Außerdem bin ich da mit VoKuHiLa und Pornobalken abgelichtet. Der Schlitten war aber schon ein Hingucker... Also wenn ich zu viel Geld hätte, das wäre ein Projekt für nebenher. Ein  E21er BMW 323i aus dem letzten Baujahr '82, schon mit 5-Gang-Getriebe, anthrazit metallic, tiefergelegt, mit Kreuzspeichenfelgen, Frontspoiler, Schwellern, Heckflügel, Luftleitstegen auf der Haube, Tönungsfolie, und natürlich Schiebedach ... I'm on the highway to hell ... Rock'n'Roll, Baby!

Zurück zum Fuchsschwanz ... Dachträger! Abgesehen von der martialischen Optik ist so ein Teil ideal, um einige wichtige Hilfsmittel unterzubringen: Sandbleche, Zusatz-/Umfeldbeleuchtung, Packkisten mit Bergeausrüstung, evtl. einen zweiten Reifen. Auch der Luftfilter soll oben auf sein neues Zuhause finden (da zieht er bei Flussdurchfahrten garantiert kein Wasser).

Bei uns zieht neben dem Verlegen des Luftfilters vor allem das Argument, die Sandbleche griffbereit unterzubringen. Weil wir in Island keine dabei hatten, schaufelten wir uns einmal mehrere Tage lang durch den Schnee. Gut, dass wir soviel Zeit hatten. Ein anderes Mal blieben wir im Sand stecken. Das sind genug Gründe, für die Zukunft Sandbleche her zu tun.

Bei den Sandblechen gibt es unterschiedliche Ausführungen. Die unverwüstliche Variante ist aus edelstahlfreiem Roststahl. Massenware aus aufgelösten Bundeswehrbeständen vom Typ gut und günstig. Für die betuchten Stadt-SUV-Fahrer gibt es dann eine Alu-Variante, die einem echten Klassiker nachempfunden wurde: den früheren Luftlandeblechen. Jene Luftlandebleche stammen aus der Zeit des zweiten Weltkrieges und danach und waren aus einer sündhaft teuren Aluminiumlegierung gefertigt. Federleicht, saustabil. Es gab eine Zeit, da wurden diese Bleche bei Kasernenauflösungen billigst entsorgt. Dann kam jemand darauf, dass man damit den Freizeitabenteurern ein Heidengeld aus der Tasche ziehen kann. Und heute sind die Original-Luftlandebleche seltene und unbezahlbare Sammlerstücke. Aus diesem Grunde reicht es bei uns auch nur zu einem Nachbau aus Ungarn (zwei Nachbauten, um genau zu sein).

Der Meister biss am neuen Projekt eher zögerlich an. Edelstahl zu schweißen liegt wohl einige Klassen über dem Schweißen von Baustahl. Die Schweißvorbereitungen sind höchst aufwendig und es muss sehr genau gearbeitet werden, da zusätzliches Material per Schweißdraht kaum angefüttert werden kann. Fehlerkorrekturen sind nur schwer möglich. Kein Wunder, dass der Meister nicht vor Freude aus dem Häuschen war. Mit Mohamed haben wir allerdings einen Trumpf im Ärmel. Und so sind schon einige Schablonen vermessen und gebaut, die ersten Meter Edelstahlrohr abgelängt und Flansche und Konsolen gelasert.

More to come.

Bauteile Edelstahl Dachträger
Edelstahl-Bauteile für einen Dachträger


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