2014/4: Die Ups and Downs der Woche

TÜV-Vorbereitung

Trotz Joker das Vorgespräch mit dem lokalen TÜV gesucht. In Neuss abgeblitzt, kaum dass ich - noch relativ entspannt - durch die Tür war. Danach eine halbe Stunde lang panisch mit verschiedensten Abteilungen des TÜV Rheinland telefoniert. Schließlich auf gut Glück nach Mönchengladbach gefahren und dort auf zwei sehr zuvorkommende, interessierte und "very open minded" Personen getroffen. Vor Aufregung fast in die Hosen gemacht und hektisch mit AufbauRiLi, technischen Zeichnungen, Fotos, usw. um mich geworfen und trotzdem eine positive Zukunftsperspektive gezeichnet bekommen. Vor Erleichterung beinahe geheult. Sogar das H-Thema wurde offen angesprochen, wenn auch nicht mit ganz so viel Optimismus.

Fahrerhaus

Teile der überarbeiteten Inneneinrichtung sind verbaut. Der Einbau eskalierte leider in eine Orgie roher Gewalt. Da wir den Mitteltunnel mit dickem Teppich und die Fußmatten mit Gummi überklebten, das Fahrerhaus in der Größe aber nicht gewachsen ist, sitzt alles mehr als "spack". Wenn gutmütiges Hebeln nicht half, wurde auch per Fäustel und Schlagholz argumentiert, um die Sitzbank oder die Fußmatten zum Einrasten zu überreden. Nach zehn Monaten Lagerzeit ist es auch nicht überraschend, dass mehr und mehr nicht mehr zuordbare Teile übrig bleiben.

Die beiden Türverkleidungen sorgten für gut fünf Stunden Unterhaltung: Erste Verkleidung eingebaut; festgestellt, dass ich eine Schraube in der Tür vergessen hatte; Verkleidung wieder raus, Schraube raus, beide Verkleidungen eingebaut; Türgriffe eingebaut; festgestellt, dass der Ausschnitt für den Türöffner zu knapp bemessen ist; beide Verkleidungen wieder raus und nachgefräst; die Türgriffe hielten nicht sauber in der Tür aufgrund ausgenudelter M5-Gewinde; M6 Gewinde nachgeschnitten; beide Verkleidungen wieder rein; Griffe dran; eine von je vier Griffschrauben hält auch in M6 nicht richtig.

Die neuen Türverkleidungen sind auch so dick, dass originale Fensterkurbel und Türöffner nicht mehr ganz einfach aufzustecken sind. Ich besorgte mir Vielzahn-Fensterkurbeladapter vom VW-Passat besorgt (zu beziehen über VW Classic Parts); die passen vom Prinzip, sind aber zu lang. Mal sehen, was ich da noch frickeln kann.

Wohnkabinenbau

Wir haben eine neue Quelle für Türen und Klappen entdeckt. Die Teile sollen aus Schweden stammen und werden für Pferdeanhänger gebaut. Wir schauten uns das persönlich an und halten es für eine interessante Basis. Das Türblatt ist 35 mm stark, und alles besteht aus verpressten bzw. vernieteten Aluprofilen. Für den WoMo-Einsatz im Originalzustand nicht unbedingt geeignet, aber ich denke, wir werden das nehmen und optimieren (thermische Trennung, mehrstufige Abdichtung).

Reserveradhalter / Aufbaulagerung

Dienstag den Meister genötigt, im Dunkeln bei Kälte und Regen am Heckträger zu schweißen.

Der Meister baute die Seilwinde fertig an und zusammen kurbelten wir feierlich das Reserverad an seinen Platz. Das und die Befestigung mittels Topf funktionieren wie geplant, das freut mich riesig!!!

Hilfsrahmen Reserveradhalter
in den Hilfsrahmen integrierter Reserveradhalter
Funktionstest Reserveradhalter
Funktionstest Reserveradhalter

Dann hievten wir mittels Kran noch das Rahmenende hoch, um die Querlagerstützen in den Rahmen einzudrehen. Damit können wir uns jetzt auf die vordere und hintere Wippe konzentrieren. Nachdem der Mobilkran wieder verräumt war, stellte der Meister frustriert fest, dass wir eine Stütze verkehrt herum eingesetzt haben. Die sind zwar symmetrisch, doch hatten wir die Einbaulage vorher explizit gekennzeichnet...

Wohnelektrik

Am Wochenende dann das erste Elektrikexperiment. Dachte, das was ich schon in der Schule im Physikunterricht nicht kapierte, hole ich jetzt mal praktisch nach. Praktisch an der Sache ist auch, dass das ihre Spielsachen sind. Wenn es gut geht, ernte ich also Bewunderung, wenns schlecht läuft ... naja ... dann .. muss ich wohl eine Weile auf dem Sofa schlafen. Also vier Yellow Tops mit Polklemmen und Kabeln ausgestattet. Je zwei in Reihe geschaltet und mit dem 24V-Ladegerät geladen und einige Zeit lang an den farbigen Kontrolleuchten erfreut. Resultat: Bude nicht abgefackelt.

Funktionstest 24V Ladegerät
Funktionstest 24 V Ladegerät

Vor dem Anschluss des Laders machte ich mir anhand der technischen Specs noch einen Kopf um das richtige Ladeprofil. Die Frage, ob Yellow Tops denn wirklich AGMs sind, konnte nach langer Sucherei einfach beantwortet werden: es steht groß auf den Akkus drauf... Für den 24 V-Lader verdoppelte ich mangels tieferen Elektrik-Verständnis die 12 V-Werte dann einfach rechnerisch. Mir erscheinen die in den Specs angegebenen Spannbreiten recht großzügig.

Zur Kabeldimensionierung meine laienhafte Überschlagsrechnung: Unsere elektrischen Verbraucher (Kühlschrank, Wasserpumpen, Beleuchtung, Wechselrichter, Radio, etc.) werden in Summe nicht mehr als 1.700 Watt Leistung aufnehmen. Bei 12 Volt fließen dann rund 140 Ampere, die sich auf vier Akkus zu je rund 35 Ampere aufteilen. Wenn ich für die einzelnen Kabelquerschnitte zu den Polen 16 qmm verwende, bin ich dick auf der sicheren Seite. Für die Sammelleitungen scheinen mir 50 qmm ausreichend. Jeder Akku wird extra abgesichert, denn es könnten ja mal Akkus ausfallen. Wenn ich das nicht merke oder ändern kann, dann liefern die verbleibenden Akkus höhere Ströme und überlasten eventuell meine Kabel.



Kommentare: 0