2014/1: Auf ein Neues

Hallo, da bin ich wieder! Ein gutes neues Jahr wünsche ich Dir und viel Erfolg bei allem, was Du Dir vorgenommen hast und möglichst keine Rückschläge.

Viel Erfolg wünsche ich uns für 2014 auch selbst, denn dies ist das Jahr, in dem Oschi grob reisefertig werden soll - und in dem auch die erste Belastungsprobe stattfinden wird.

"Zwischen den Jahren" (wie man hier sagt) bzw. über Weihnachten und Neujahr bastelten wir fleißig an der Kabine. Alle Wände und Schrägen sind begonnen: Die Stirn- und Heckwand zumindest als Vorbereitung der Einzelteile (Ablängen und Ausklinken der Stützkonstruktion, Zuschnitt der Platten), das Dach ist bereits teilmontiert und die Seitenwände sind montagefertig. Die Wände werden von innen nach außen gebaut, dann zu einer Kabine zusammengefügt und schließlich außen verschalt.

Wir rationalisierten die Herstellung der Komponenten stark und arbeiten damit weit schneller. Zuerst werden alle Träger abgelängt und darauf dann die Plattenstöße vermessen. Die Balken der Unterkonstruktion werden generell für eine (Kreuz-)Überblattung ausgeklinkt. Beim Probe-Ausrichten der Multiplexplatten auf der Unterkonstruktion werden die "Schraublinien" gezogen. Diese Schraublinien kennzeichnen auf den Platten die Mittellage der darunterliegenden Balken. Da wir nur 60 mm Vierkanthölzer verarbeiten, sind die Lagen der Schraublinien auf den Balken immer die gleichen, entweder 30 mm für die Mitte oder je 15 mm vom Rand entlang der Plattenstöße. Schließlich werden die Platten mit der Unterkonstruktion verleimt, endgültig ausgerichtet und per Schraubzwingen fixiert.

Alle zehn Zentimeter wird eine 5x50 Senkkopf-Holzschraube gesetzt (d.h. eingezeichnet, Platte durchgebohrt, Bohrloch angesenkt, mit PU-Kleber gefüllt, verschraubt und abschließend mit PU-Kleber verspachtelt). Die ersten beiden High-Quality-PZ2-Bits sind schon zerbröselt; daher war heute auch früher Schluss, denn ohne Bit kein Schraub.

Diese auf meinem Mist gewachsene Konstruktionsmethode führt beispielsweise allein bei der Dachplatte zu rund 38 m Stützkonstruktion mit insg. 72 wechselseitigen Auskerbungen und auf beiden Seiten fast 900 sichernden Schrauben (zzgl. ca. 7 Kg Holzkleber). Anzahl und Position der Querträger ergeben sich in erster Linie aus den Plattenstößen, ggfs. wird ein als "zu groß" empfundenes Fach noch unterteilt.

Zu den Seitenwänden sei angemerkt, dass die Unterkonstruktion noch nicht vollständig ist. Ich würde sie von außen nach und nach synchron zum Innenausbau ergänzen. So könnten wir in der noch "offenen" Wand die nötigen Befestigungsmöglichkeiten für die Bordmöbel schaffen, bevor wir die Außenverschalung montieren.

Ein paar mahnende Worte noch zu den Schrägen: Positiv ist diesem Konstruktionsmerkmal anzurechnen, dass es den Kabinenkörper stabilsiert. Das ist dann auch schon alles Gute. Der zeichnerische und rechnerische Aufwand, das fehleranfällige Schrägsägen und die pausenlose "Angst" vor Fehlberechnungen (was ab ist, ist ab) führen zu Verzweifelungsanfällen. Hätte ich das vorher gewusst, dass ich allein für den Winkelschnitt an einer Seitenwand mehrere Stunden benötige (ohne bis jetzt zu wissen, ob es passt!), ich hätte es wohl gelassen...



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