2013/43: Brzzzzzz

Wieder ist eine Woche vergangen, in der ich weg von der Straße war und keine dummen Sachen anstellen konnte*. Die Arbeiten an Oschi gingen sehr gut voran.

Hier in Kurzform die einzelnen Punkte mit ein paar handwerklichen Details zur Info:

Aufbaulagerung / Hilfsrahmen

Klemmringe im Sternformat 5 mm vorgebohrt, 10,5 mm aufgebohrt, M12 Gewinde geschnitten.

Stege (420 x 60 x 10 mm) zur Abstützung auf dem Obergurt abgelängt und an die Adapterplatten geschweißt (einmal vermessen, zweimal geschweißt, grrr). Das Querrohr auf den Fotos hält vorübergehend den Auspuff.

Provisorische Stützen zur Anprobe und Einmessung des Hilfsrahmens auf Oschi mit den Lagerhalbschalen "zusammengebraten".

Hilfsrahmen anprobiert und bis auf 3 mm ausgerichtet. Bodenunebenheiten, unterschiedliche Blattfederspannung oder Reifenluftdruck erschweren zwar das Austarieren, aber dieser Anblick entschädigt für alles:

Einmessen der Lagerbrücken am vormontierten Hilfsrahmen
Einmessen der Lagerbrücken am vormontierten Hilfsrahmen

Schablonen für die Längslagerwippen aus Sperrholz zugesägt. Der obere Teil klappte auf Anhieb, das untere Gegenstück verhunzte ich zweimal: Bolzenauge für die Silentbuchse einmal zu hoch und einmal zu tief. Mache ich nächste Woche noch einmal mit mehr Geduld.

Reserveradhalter

Bohrungen der Knickverstärkungen gesenkt.

Handseilwinde (extra zum Heben von Lasten zugelassen), Seilrollen und Seilführungen konstruktiv vorbereitet.

Durchstieg

Tür zur Probe montiert, um die Anschläge zu bemessen.

Anschläge und alle Stege fertig geschweißt.

Tür zur Berechnung der Gasdruckdämpfer gewogen. Ups.

Fahrerhaus

Da ist so ein großer Schlitz zwischen Fahrersitz und Motortunnel, durch den die Luftversorgung für Handbremse und Sitze verläuft. Bei mir war der Schlitz mit einem großen Klumpen Silikon verschlossen. Da mir das nicht gut genug war, fertigte ich ein Abdeckblech 120 x 20 mm an und versah es mit passenden Bohrungen (2x 8 mm, 3x 10 mm, 2x 3 mm). Das Blech verschraubte und verklebte ich dann auf den Schlitz. Um die Leitungen vor einem Durchscheuern zu schützen, verschloss ich das Bauteil in einem großen Klumpen MS-Polymer. Viel Arbeit ohne eine wirkliche Verbesserung...

Abdeckblech (Ansicht von unten)
Abdeckblech (Ansicht von unten)

Smartsitze besorgt.

Bodenplatte Wohnkabine

Die ersten beiden Bodenplatten wurden fest miteinander verbunden: Quer- und Längsbalken nachgearbeitet und verklebt, weitere 150 Bohrlöcher von der Unterseite im Liegen über Kopf angezeichnet, gebohrt, gesenkt und Schrauben gesetzt. Provisorische Gasheizung in Betrieb genommen und zwei Schichten Lasur aufgetragen (das Zeug verschwindet spurlos im Holz, rein fürs Auge brauche ich noch etwas anderes).

Die Bodenplatte nimmt Gestalt an.
Die Bodenplatte nimmt Gestalt an.

* Naja, ich wäre nicht ich, wenn mir nicht trotzdem etwas mißlungen wäre. So lernte ich den Unterschied zwischen gutem und schlechtem Werkzeug kennen und schrottete in zwei Tagen drei Elektrowerkzeuge. Zunächst die gute Hilti vom Meister. Nachdem der Winkelschleifer während des Betriebs in den letzten Tagen immer wieder bruzzelte, verabschiedete er sich mit einem orangefarbenen Aufleuchten des Gehäuses. Hab ich mir nix bei gedacht, wird halt schon paar Jahr(zehnt)e Baustelleneinsatz hinter sich haben. Dann meine Bosch eingestöpselt, eingeschaltet und BRRRRRRRRRZZZZZZZZZZZZZZ, verabschiedete sie sich mit einem grünen Aufleuchten des Gehäuses. Diese unerwartete Lightshow weckte dann doch leise Zweifel an der Beschaltung der genutzten Steckdose. Der Meister fand dort später 380 V anstelle von 220 V. Mein Respekt gilt der Hilti! Das dritte Werkzeug war mein Excenterschleifer, bei dem beim Gummischmirgeln (nur) die Haftscheibe verschmorte...



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