2013/31: Immer sind es Kleinigkeiten, die Zeit kosten

Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe wechselt Oschi zum Wochende erneut den Stellplatz, denn der Aufbau muss langsam mal vorbereitet werden. Das wird höchste Zeit, denn es wird immer kälter und ich will keine Probleme bei der Materialverarbeitung bekommen.

Samstag dürfen wir uns in einem Schuppen meiner Lieblingsschlosserei ein bißchen Platz schaffen, um die Pritsche leer zu räumen. Dann macht sich Oschi obenrum mal frei ^^. Plane und Spriegel werden abgerissen. Der Holzboden ist mit vielen verrosteten Torx am Pritschenunterrahmen verschraubt. Die Hälfte der Schrauben lässt sich rausdrehen bzw. abbrechen. Bei der anderen Hälfte drehe ich nur den Schraubenkopf rund :(. Die Bohlen müssen mit dem Stemmeisen rausgebrochen werden. Dann können wir sondieren, ob/wie die Pritsche als Aufbaulagerung zu gebrauchen ist.

Wir erneuern die zweite von drei Spritzwasserdurchführungen.

Sonntag bringen wir neue Türfolien an. Leider höre ich auf einen Kfz-Mechaniker-Tipp und wir verkleben Bauplane mit Sikaflex. Vom Zeitaufwand und Ergebnis her hätte es sich gelohnt, noch länger nach selbtklebender Türfolie zu suchen...

Die Pseudo-Heckscheibe wird mit Panzerband fixiert. Das Ding ist gerade dabei, sich aus der Dichtung zu verabschieden.

Besonders viel Spaß haben wir mit der dritten und letzten Spritzwasserdurchführung. Diese sitzt uneinsehbar ganz links oben im Armaturenbrett unmittelbar hinter der Scheibenwischermechanik, wo man mit den Fingern kaum rankommt. Mit meinen Händen (groß wie Klodeckel) ist es kaum möglich, das Neuteil zu montieren, aber ich bekomme kompetente Hilfe von meiner geschickteren Hälfte. Bei der Montage finden wir hinter dem Tacho eine tadellos erhaltene Durchführung??? Eine zuviel gekauft...

Ich flicke die Kabel der Spiegelheizung zusammen und wickle silbernes Panzerband drumrum. Das sieht so was von sch... aus, aber ich habe nichts besseres zur Hand.

Die Beifahrertür braucht immer noch recht viel Kraft zum Schließen und die Fahrertür muss kurz angedrückt werden, um sie zu öffnen. Ich probiere erneut, den Schließwinkel zu ändern, aber ohne Erfolg. Die Dichtung ist zu "breit". Bei der Fahrertür habe ich den Eindruck, dass die Verriegelung nicht leichtgängig genug ist. Entweder ist eine Feder zu lahm, oder irgendwas bremst innen. Mal sehen, ob ich das zerlegen kann.

Die Dreiecksfenster sind immer noch undicht. Der Klappmechanismus hat einen unheilbaren angeborenen Konstruktionsmangel: die untere Drehachse liegt einige Millimeter frei und lässt sich mit Klebestreifen nicht wirkungsvoll abdichten. Eigentlich kann ich darauf verzichten, das Fenster zu öffnen. Dann wäre die beste Lösung, es einzukleben. Solange da Regenwasser reinläuft, will ich die Inneneinrichtung nicht montieren.

Die Seitenmarkierungsleuchten der Pritsche werden abgebaut und die Achse vom Heizungsmotor geputzt-geölt-gefettet. Die Heizung ist seit März zerlegt, mal sehen, ob ich sie wieder zusammen bekomme. Ein neuer Motor soll bei MAN 160 Euro kosten. Er ist noch in Ordnung, nur die Achse quitschte auf der Überführung nervend wie ein Vogelkäfig. Ich habe ordentlich Lösungsmittel, WD40 und Wälzlagerfett benutzt. Sollte ich das Quitschen nicht sicher loswerden, kaufe ich vielleicht noch den ... äh ... prohibitiv bepreisten ... Motor.

Ich habe noch ein Schlauchstück und ein abgewinkeltes Rohrstück, um die Heizung am Kühlkreislauf anzuschliessen. Beides verbaue ich vorbereitend und dabei zeigt sich mal wieder, wie schnell Unfälle passieren können und dass eine Schutzbrille oft ein gute Sache ist ... wäre, wenn man sie denn tragen würde. Das Kühlwasser spritzt stärker als erwartet und auch noch mitten ins Gesicht! Zum Glück ist nichts passiert.



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