2013/27: Ein letztes Mal Lackieren

Der geniale Sommer scheint vorbei, das Wetter ist gekippt. Wir hatten dieses Jahr so viel Glück mit dem Wetter, dass wir unser Projekt bisher ohne Halle realisieren konnten, aber nun regnet es am Wochenende.

Der Regen hilft, die Ursache für den Wassereinbruch zu finden. Es sind die vorderen Dreiecksfenster. Der Klappmechanismus übt nicht genug Druck auf die Dichtung aus, das Wasser kommt problemlos durch. Ich überlege, die Dichtung aufzupolstern.

Der Fahrersitz kommt an seinen Platz und Oschi wird rückwärts in die Werkstatt eingeparkt. Zunächst jage ich eine Kartusche schwarzer Butyl-Scheibendichtmasse unter die vorderen Dichtungen, sicher ist sicher. Dass ich das Zeug großzügig auf der Hütte verschmiere, fällt nicht so ins Gewicht, sie wird noch einmal abschließend lackiert. Ich finde eine Pistole mit Druckminderer, muss aber eine halbe Stunde alte Farbreste wegputzen, bevor sie sauber funktioniert. Dann ist es ein Traum mit ihr zu arbeiten. Und auf Oschis Hütte sind am Ende acht Lackschichten drauf.

Auftragen der finalen Lackschicht
Auftragen der finalen Lackschicht

Mit meinen selbstgeschnittenen Dichtungen der Spiegelhalterscharniere aus Tankspannbandunterlage bin ich nicht zufrieden, zu dick, zu weich. Aus Teichfolie schneide ich neue. Die Spiegelarme wollte ich ursprünglich strahlen und kunststoffbeschichten. Sie sind aber innen völlig verrostet und da man dort nicht drankommt, lasse ich sie wie sie sind. Sie werden "aufgebraucht" bis sie brechen. Die Heizkabel hatte ich schon rausgerupft, ich lasse sie draußen und befestige sie mit Kabelbindern. Oschi bekommt zwei Zusatz-Weitwinkel-Spiegel für je 10 Euro, der Gewinn an zusätzlichem Sichtfeld ist genial (auch wenn ich eine Spiegelhalterung verkehrt herum anbaue).

Da der Ersatz-Scheinwerfer noch nicht da ist, baue ich den kaputtgestrahlten ein. Kurz vor Feierabend mache ich einen Elektriktest und bin fassungslos, bis auf einen Blinker und einen Scheinwerfer ist die Beleuchtung tot. Meine Partylaune hält sich stark in Grenzen, da (Auto-)Elektrik und Verzweiflung bei mir gleichbedeutend sind...



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