2013/8: Die Hütte wird leer geräumt

Hurra, heute gab es keinen Glasbruch! Obwohl wir zum ersten Mal eine Autoscheibe ausbauten.

Die beiden Seitenscheiben im Steyr gehen ganz einfach raus. Zunächst muss von außen eine Gummiwurst (Keder?) aus der Dichtung gezogen werden. Dann hebt man draußen die Dichtung am Rand von der Karosserie ab und drückt die Scheiben sanft nach innen. Wenn man das flächig macht, kann man die Scheibe samt Dichtung vorsichtig durch die Fensteröffnung nach innen rutschen lassen, wo sie dann ein Helfer in Empfang nimmt.

Bei der Frontscheibe wurde mir von einem Mechaniker empfohlen, die Dichtung außen aufzuschneiden und beim Einbau später zu ersetzen. Also habe ich brav bei MAN eine neue Dichtung besorgt - für ein Heidengeld natürlich. Nur, jetzt brauche ich sie wohl gar nicht. Mein Lackierlehrer zeigte mir nämlich, wie ich die Dichtung vom Innenraum aus mit einem flachen breiten Schraubendreher unter den Falz klemme. Start ist oben in der Mitte, dann geht es zu den oberen Ecken. Die Ecken lässt man aus und arbeitet dann die Seiten von oben bis zu Mitte herunter. So arbeitet man sich Zentimeter um Zentimeter voran. Wenn also die obere Hälfte der Dichtung unter dem Falz klemmt, kippt die Scheibe durch die Öffnung nach außen, wo man sie gut greifen kann (ein Gerüst ist von Vorteil). Ein bisschen ruckeln und anheben, schon ist sie frei. Das größte Risiko ist jetzt die Aufbewahrung der Scheibe, bis sie nach dem Lackieren der Hütte wieder eingebaut werden kann.

Heute räumten wir die Hütte leer. Hier ein Vorher-Bild, also bevor wir Türen, Dachluke, 100 Schrauben und Gummistöpsel, Griffe, Gurte, Teile vom Armaturenbrett, Wegfahrsperre :D und was weiss ich was alles heraus holten:

Wegfahrsperre Steyr 12M18
Wegfahrsperre Steyr 12M18

Die gesamte Inneneinrichtung samt Befestigungstechnik liegt schon seit Monaten verteilt in der Wohnung herum. Mehr als die chaotische Aufbewahrung der Einzelteile stresst mich aber, dass wir immer mehr auseinander- und bislang kaum zusammenbauen. Allerdings dürfte heute ein Wendepunkt im Zerlegen erreicht sein. Das feierliche Festschrauben der Luftfilter-Schelle markierte sozusagen die Halbzeit. Allerdings verzweifelte ich an der Spannung derselben (Schraube zu kurz, Winkel zu doof). Aber meine bessere Hälfte hatte dann die rettende Idee mit der Vorspannung.



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