2013/4: Projekt-Controlling

Nach den ärgerlichen Kollateralschäden beim Sandstrahlen überwachte ich die Arbeiten am Auto heute vor Ort. Das Sandstrahlen wurde abgeschlossen und der Staub ausgeblasen. Dabei trat leider noch ein versteckter Schaden am Zusatztank zu Tage. Der Tank hat auf der Unterseite einen angeschweißten Flicken, bei dem am Rand Diesel austritt. Gleich mal bei Franz Aigner angerufen, der mir den Anbau dieses Tanks immerhin mit einem Tausender berechnete und sein Wort bekommen, dass das in Ordnung kommt (und der Kühler gleich mit, bei dem lässt sich das bröselige Netz nämlich mit dem Finger herausstreichen).

Abgesehen davon kann das Lackieren beginnen. Die Fragen nach der einer zusätzlichen Rostumwandlung (in was auch immer), die richtige Grundierung und den richtigen Lack beschäftigten mich sehr lange, denn die Verantwortung dafür, was auf das blanke Fahrgestell geschmiert wird, wiegt recht schwer. Ich entschied mich schließlich für den sofort überstreichbaren Kovermi-Rostumwandler, die Grundierung Brantho Korrux nitrofest und den Chassis-Lack Brantho Korrux 3in1. Für den Lackier-Profi ist das Pfusch am Bau, für viele Hobby-Schrauber aber sind das jedoch bewährte Mittel. Ich musste die Wahl nach den gesetzten Rahmenbedingungen der Verarbeitung treffen und finde die Überstreichbarkeit des 3-in-1-Chassis-Lacks darüberhinaus auch sehr charmant.

Einen ersten Anstrich bekamen heute nur die im Februar vom Franz erst neu lackierten Felgen, ein weiterer Kollateralschaden. Die Felgen wurden mit aufgezogenen Reifen grundiert. Da sie nicht eingeplant waren, fehlt mir dafür der Decklack. Der Lackierer wird auf der Felgeninnenseite den 3-in-1-Lack ausprobieren. 

Natürlich hätten die Reifen vor dem Lackieren der Felgen abgezogen werden müssen, aber ich hatte das kurz zuvor erst gemacht und hatte keine Lust auf eine Wiederholung. Ja, es läuft nicht alles wie es soll... Die Demontage war keine reine Übung, sondern diente dazu, das Auswuchtpulver von Counteract reinzukippen. Ich will das Zaubermittel einmal ausprobieren, weil die unausgewuchteten 14er Räder ganz schön am Auto herumzerren. Das Zeug ist teuer und es gibt widersprüchliche Aussagen über die Wirkung. Nun kann ich herausfinden, ob es Voodoo ist oder wirklich hilft. Da es mir recht großzügig zugeteilt wurde, beträgt die Füllmenge 500-600 Gramm je Reifen.

Der Reifenwechsel war übrigens nicht ohne Hilfsmittel (=Vorschlaghammer) zu machen. Obwohl der Reifen schon locker war, ließ er sich nicht einfach herunterziehen. Die Wulst kam nicht aus der hinteren Rille. Das hatte ich schon mal anders gelesen...

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